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Bedeutung und Bindungen

  • Keith Devlin

Zusammenfassung

In der Situationssemantik wird die Informationstheorie zu einer semantischen Beschreibung von Sprache verwendet — entweder einer formalen Sprache von der traditionell in der Logik untersuchten Art oder eines Fragments der natürlichen Sprache. Dazu geht man von der Prämisse aus, daß der bedeutsamste Aspekt der Sprache, zumindest insoweit es sich um den einfachen assertorischen1 Gebrauch der Sprache handelt, die Übermittlung von Information ist. Da die durch die Äußerung eines assertorischen Satzes übermittelte Information fast stets von einer Mannigfaltigkeit kontextabhängiger Faktoren und von dem wirklich benutzten Satz abhängt, bedeutet dies, daß sich die Theorie prinzipiell mit Äußerungen von Sätzen befaßt. Die Äußerung eines assertorischen Satzes wird als eine Behauptung bezeichnet.

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Literatur

  1. 1.
    Von einigen Autoren auch indikativer Gebrauch genannt.Google Scholar
  2. 2.
    Man erinnere sich, daß wir mit einer Aussage im allgemeinen eine Feststellung der Form x : T meinen, wo T ein Typ und x ein Objekt ist.Google Scholar
  3. 3.
    Das soll nicht heißen, daß wir mit der ersten fertig sind. Noch lange nicht.Google Scholar
  4. 4.
    In der Tat war dies historisch ziemlich exakt der ursprünglich von Barwise und Perry in ihrem Buch [5] gewählte Zugang.Google Scholar
  5. 5.
    Man bemerke, daß dies eine von der Reflexivität verschiedene Form der Klassifikation ist. Um eine Bindung als «nomistisch» oder «notwendig» zu beschreiben, muß man einen Hinweis geben, warum diese spezielle Bindung allgemeingültig ist. Zu sagen, daß eine Bindung «reflexiv» ist, heißt, die Art und Weise zu vereinbaren, in welcher jene Bindung wirkt.Google Scholar
  6. 6.
    Für eine detailliertere Diskussion dieses Begriffs siehe Kapitel 8. Insbesondere wird hier die Bezeichnung || Φ || verwendet, um die binäre Relation zwischen Situationen zu bezeichnen, die durch den Zusammenhang zwischen dem Typ der Äußerung und dem Typ der beschriebenen Situation induziert wird, und nicht etwa diesen Zusammenhang selbst, für den eine alternative Bezeichnung eingeführt werden wird.Google Scholar
  7. 7.
    So wie diese Bindung formuliert ist, ist sie nicht ganz korrekt, weil es überhaupt keine Verbindung zwischen der Rauchsituation und der Feuersituation gibt. Ausgedrückt werden sollte, daß der Rauch durch das Feuer verursacht wird. Dies erfordert eine Modifikation des Typs S’ 1, um diese Kausalität zu berücksichtigen, und eine solche Modifikation müßte auf jedes der vorigen Beispiele angewendet werden. Unglücklicherweise ist Kausalität keineswegs einfach in den Griff zu bekommen, daher habe ich dies auch jetzt nicht beabsichtigt. Kausalität wird ab Kapitel 7 diskutiert.Google Scholar
  8. 8.
    Solche Fragen bilden einen Teil dessen, was als die Mikrostruktur des Erkennens bekannt ist, während sich die Situationstheorie mit der Makrostruktur zu befassen hat. Wie Sie erwarten könnten, unterstützen sich die beiden Disziplinen in gewissem Maße gegenseitig.Google Scholar
  9. 9.
    Diese stillschweigende Identifizierung von «geistigen Situationen» mit «Geisteszuständen» ist nicht ganz korrekt, wird aber für die gegenwärtige intuitive Diskussion ausreichen. Eine vollständigere Behandlung von Geisteszuständen wird in Kapitel 6 gegeben.Google Scholar
  10. 10.
    Was geschieht, wenn wir starten, wenn SID weniger als 1 Meter von der Wand entfernt ist? In diesem Falle wird unser Roboter einfach gegen die Wand krachen. Diese Sachlage zeigt auf, wie problematisch es ist, auf Bindungen zu vertrauen, die unter den gegebenen Umständen aus dem einen oder anderen Grunde nicht anwendbar sind; ein Umstand, auf den ich zu gegebener Zeit eingehen werde.Google Scholar
  11. 11.
    Ich nehme an, daß er im Mittelpunkt des Zimmers startet, der, wie man sich erinnert, um beträchtlich mehr als 1 Meter von jener Wand entfernt ist. Dieser Punkt bezieht sich auf die vorstehende Fußnote.Google Scholar
  12. 12.
    Für unsere gegenwärtigen Zwecke benutze ich das Wort wissen synonym mit die Information haben, daß. Zu gegebener Zeit werde ich zwischen diesen beiden verwandten Begriffen eine sorgfältige Unterscheidung vornehmen müssen.Google Scholar
  13. 13.
    In Wahrheit bezieht sich die zitierte Literaturstelle auf einen anderen Fall von Trugschluß.Google Scholar
  14. 14.
    Obgleich wir so verfahren müßten, wäre es verlockend, damit zu beginnen, gerade jene Informationseinheiten als geglaubt zu nehmen, die von dem Akteur «explizit gespeichert» werden und welche der Akteur (in seiner eigenen Sprache) zur «Kenntnis» zu nehmen vermag, und dann Dretskes Definition des Wissens zu verwenden. Problematisch wäre es, dem Ausdruck «explizit gespeichert» einen Sinn zu geben. Mehr zu diesem Problem werde ich in Kapitel 6 zu sagen haben.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1993

Authors and Affiliations

  • Keith Devlin

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