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Situationstheorie

  • Keith Devlin

Zusammenfassung

Unser Ziel besteht darin, zur Untersuchung des Informationsflusses die (im Vorigen Kapitel skizzierte) Betrachtung der Welt aus der Perspektive der Situation heranzuziehen. Um das zu tun, müssen wir in der Lage sein, Situationen zu klassifizieren, Züge herauszulesen, die Situationen gemein haben können oder nicht. Das heißt, wir müssen unsere Ontologie so erweitern, daß sie auch gewisse Uniformitäten «höherer Ordnung» einschließt, die quer durch Situationen gehen. Ich nenne diese Uniformitäten höherer Ordnung Typen von Situationen (oder Situationstypen).

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Literatur

  1. 1.
    Parameter für Infone werden nur in höchst technischen Diskussionen benötigt.Google Scholar
  2. 2.
    Eingeschränkte Parameter des Typs INF werde ich nicht benötigen.Google Scholar
  3. 3.
    Zu gegebener Zeit werden wir in der Lage sein, Aussagen als Uniformitäten quer durch intentionale Geisteszustände zu betrachten. Das wird nach der Diskussion von Geisteszuständen in Kapitel 6 der Fall sein. Inzwischen sollte die hier gegebene Definition ausreichen, obwohl sie natürlich Aussagen keinerlei ontologischen Status innerhalb unserer Theorie zubilligt.Google Scholar
  4. 4.
    David Israel hat gefragt, ob Situationen als abstrakt beschrieben werden sollten. Manche von ihnen sind, da sie Teile der physischen Welt darstellen, nach alledem ziemlich konkret. Seine Ansicht hat einiges für sich, ich denke aber, für die meisten Leute würden selbst Situationen noch relativ «abstrakte» Dinge sein, und jedenfalls wird die mathematische Theorie, die wir entwickelten, abstrakte mathematische Objektivierungen von Situationen benutzen, welche dieselbe Art von ontologischem Status wie Zahlen aufweisen. Das Adjektiv «abstrakt» ist also nicht ganz unangemessen.Google Scholar
  5. 5.
    Im topologischen Sinne dieses Ausdrucks.Google Scholar
  6. 6.
    Im Falle abstrakter Situationen (Abschnitt 2.5) reduziert sich die Teil-von-Relation natürlich auf die mengentheoretische Inklusion.Google Scholar
  7. 7.
    Algebraische Zahlen sind reelle Zahlen, die Wurzeln polynomialer Gleichungen mit rationalen Koeffizienten darstellen.Google Scholar
  8. 8.
    Die folgende Diskussion gründet sich auf den faszinierenden Artikel [23] von Denise Schmandt-Besserat vom Middle-Eastern Studies Department der Universität von Texas in Austin. Ich danke Adrienne Diehr, Verwaltungsbeauftragte am Zentrum für Kognitive Wissenschaft an der Universität von Texas in Austin, dafür, mich auf diesen Artikel aufmerksam gemacht zu haben.Google Scholar
  9. 9.
    Für Leser, die nur oberflächlich mit Logik vertraut sind, sei bemerkt, daß eine Σn-Formel aus einem quantorfreien Hauptteil besteht, dem alternierend n Blöcke von Quantoren vorausgehen, angefangen mit einem Block von Partikularisatoren, dann einem Block von Generalisatoren usw. Indem man sich auf die Menge von Σn-Formeln der Sprache beschränkt, ist es möglich, elementare Untermodelle des mengentheoretischen Universums zu konstruieren.Google Scholar
  10. 10.
    Das Standardsymbol, das zur Bezeichnung der Tarskischen Erfüllungsrelation benutzt wird, ist | =- Ich benutze dieses Symbol in diesem Buch aber dazu, die situationstheoretische Akzeptanzrelation zu bezeichnen. Obwohl die beiden Begriffe in Wahrheit ziemlich verschieden sind, dient in diesem Falle die Gemeinsamkeit der Bezeichnung dazu, die Analogie hervorzuheben, um die es mir hier geht.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1993

Authors and Affiliations

  • Keith Devlin

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