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  • Keith Devlin

Zusammenfassung

Stellen Sie sich einmal vor, Sie seien in die Vergangenheit zurückversetzt worden, beispielsweise in die Eisenzeit. Dort treffen Sie einen ortsansässigen Schmied und fragen ihn: «Was ist Eisen?» Was für eine Antwort werden Sie bekommen? Sehr wahrscheinlich würde der Schmied auf verschiedene von ihm verfertigte Gegenstände zeigen und Ihnen erklären, daß jeder von ihnen Eisen sei. Das ist es aber nicht, was Sie im Auge haben. Was Sie wissen möchten, ist, was Eisen denn eigentlich zu Eisen macht (und nicht etwa zu einem anderen Stoff, der wie Eisen aussehen mag oder auch nicht). Was tut Ihr Mann aus der Eisenzeit dann? Er ist auf dem Gebiet der Eisenverarbeitung ein ausgewiesener Experte, seine Erzeugnisse verkaufen sich gut, und er weiß ganz schön viel von Eisen zu berichten. Und dennoch ist er nicht in der Lage, Ihnen die Art von Antwort zu geben, die Sie suchen. In der Tat hat er kein Bezugssystem an der Hand, innerhalb dessen er überhaupt zu verstehen beginnen könnte, was Sie ihn fragen! Um die Antwort zu geben, die Sie zufriedenstellen würde, müßte er alles über die Molekularstruktur der Materie wissen — denn das ist sicherlich der einzige Weg, eine präzise Definition von Eisen zu geben. (Oder gibt es vielleicht noch andere Möglichkeiten, solche, die Theorien erfordern, von denen wir nichts wissen? Dieser Gedanke bestärkt mich in meinem Anliegen.)

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Copyright information

© Springer Basel AG 1993

Authors and Affiliations

  • Keith Devlin

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