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Wie Fährten entdeckt und dokumentiert werden

  • Martin Lockley

Zusammenfassung

Oft ist es ein regelrechter Glücksfall, wenn man eine Dinosaurierspur findet. Schließlich sind sie ja häufig sehr groß und auffällig, und in einem geeigneten herausragenden Gestein (einem sogenannten Aufschluß) kann man sie kaum übersehen. Selbstverständlich müßte ein derartiges Gestein ein Sedimentgestein sein, das zur Zeit der Dinosaurier auf einem Kontinent entstanden ist, und das findet man eigentlich überall — im Gebirge, in Flußtälern, Bergwerken, Steinbrüchen, Straßendurchstichen sowie an Klippen und Felsen der Meeresküste.

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Anmerkungen zu Kapitel 4

  1. 1.
    Diese Spuren aus dem Oberen Jura wurden später sehr intensiv durch Edward Hitchcock untersucht, der sich weltweit als erster mit fossilen Spuren von Wirbeltieren auseinandersetzte. Hitchcock, E. (1858): Ichnology of New England. A Report on the Sandstone of the Connecticut Valley, Espeäally Its Fossil Footmarks. Natural Sciences of America reprint. Boston, W. White, 220 Seiten, 60 Stiche.Google Scholar
  2. 2.
    Aus mehreren Kohlezechen wird über gefundene Dinosaurierspuren berichtet, und anscheinend handelt es sich dabei um ein häufiges Begleitphänomen im Kohleabbau. Peterson, W. (1924): Dinosaur Tracks in the Roof of Coal Mines. Natural History, 24, 388–391. Parker, L.R. und Balsley, J.K (1989): Coal Mines as Localities forStudying Dinosaur Trace Fossils. Aus Gillette, D.D. und Lockley, M.G. (Hrsg.): Dinosaur Tracks and Traces. New York, Cambridge University Press, 353–359.Google Scholar
  3. 3.
    Diese Stelle, die man auch als Privatperson besuchen kann, wird eingehender im Kapitel über Spurenmassen vorkommen (megatracksites) disku tiert werden. Ostrom, J. (1968): The Rocky HillDinosaurs. Aus: Guidebook forFieldtrips in Connecticut. Nr. 2 Connecticut Geological and Natural History Survey, 1–12.Google Scholar
  4. 4.
    Obwohl Purgatoire Valley das größte zusammenhängende Spurenvorkommen von Dinosaurierspuren in den Vereinigten Staaten darstellt, das kartiert wurde, und auch der erste Fundort mit Sauropodenfährten war, wurden hier zwischen 1935 und 1985 keine ernsthaften Untersuchungen durchgeführt. Ein Hauptgrund war wohl die Abgeschiedenheit dieser Stelle. Lockley, M.G., Houck, K und Prince, N.K. (1986): North America’s Largest Dinosaur Tracksite: Implication for Morrison Formation Paleoecology. Geological Society of America Bulletin, 57, 1163–1167.Google Scholar
  5. 5.
    Diese Stelle wurde von Scott Madson wiederentdeckt, der 1986 darüber in einer Kurzmitteilung veröffentlichte. Allerdings ist der Ort bis heute noch nicht systematisch untersucht worden. Madson, S. (1986) The Rediscovery of Dinosaur Tracks near Cameron, Arizona. Aus: Gillette, D.D. (Hrsg.): Abstracts with Program. First International Symposium on Dinosaur Tracks and Traces. Albuquerque, New Mexico Museum of Natural History, 20.Google Scholar
  6. 6.
    Dingman, R.J. und Galli, C.O. (1965): Geology and Groundwater Resources of thePica Area. Tarapaca Province, Chile. Geological Survey Bulletin, 1189, 1–113.Google Scholar
  7. 7.
    Als die Fundstelle von einem weniger freimütigen Wissenschaftler untersucht wurde, stellte sich heraus, daß die sog. «Menschenspuren» auch von Dinosauriern stammten. Kuban, G.J. (1989): Elongate Dinosaur Tracks. Aus Gillette, D.D. und Lockley, M.G. (Hrsg.): Dinosaur Tracks and Traces. New York, Cambridge University Press, 57–72.Google Scholar
  8. 8.
    Pittman, J.G. und Gillette, D.D. (1989): The Briar Site: A New Sauropod Dinosaur Tracksite in Lower Cretacious beds of Arkansas, USA. Aus Gillette, D.D. und Lockley, M.G. (Hrsg.): Dinosaur Tracks and Traces. New York, Cambridge University Press, 311–332.Google Scholar
  9. 9.
    Der Autor verwendet persönlich ein einziges Dokumentationsformblatt, um diese äußerst wichtigen Parameter für jeden einzelnen Fundort, der untersucht wird, zu protokollieren.Google Scholar
  10. 10.
    Aus der Karte einer Fundstelle bei Alameda Park in der Nähe Denvers wird augenblicklich die exakte Position der Fährten ersichtlich, die von quadrupeden, pflanzenfressenden Dinosauriern und von auf zwei Beinen laufen4en Raubsauriern stammen. Lockley, M.G. (1987): DinosaurFootprints from the Dakota Group ofEastern Colorado. Mountain Geologist, 24, 107–122.Google Scholar
  11. 11.
    Diese Ausgrabung nahm auch sehr viel Zeit in Anspruch und war, was die intensive Nachbearbeitung im Labor betraf, sehr kostenaufwendig. Der Hergang des Unternehmens liest sich jedoch sehr spannend und wird in Kapitel 15 geschildert. Man kann sie auch in Birds Autobiographie nachlesen. Bird, R.T. (1985): Bones for Barnum Brown. Adventures of a Dinosaur Hunter. Fort Worth, Christian University Press, 225 Seiten.Google Scholar
  12. 12.
    Jeffrey Pittman verwandte diese Methode, um aufgrund reiner Vorhersage verschiedene Fundstellen mit Dinosaurierspuren in Kreide-Schichten zu entdecken. Diese Stellen liegen im heutigen Texas. Der Autor konnte ähnliche Erfolge bei der Entdeckung von Fundstellen verzeichnen, die entlang von zwei Zonen mit sehr reichhaltigem Spurenvorkommen zutage treten; diese Orte befinden sich in Colorado und Utah. Pittman, J.G. (1989): Stratigraphy, Lithology, Depositional Environment and Track Type of Dinosaur Track-Bearing Beds of the Gulf Coastal Piain. Aus Gillette, D.D. und Lockley, M.G. (Hrsg.): Dinosaur Tracks and Traces. New York, Cambridge University Press, 135–154. Lockley, M.G., Conrad, K. und Jones, M. (1988): Regional Scale Dinosaur Track-Bearing Beds: New Tools forSedimentologists and Stratigraphers. Geological Society of America (Abstracts with Program), 20, 316.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1993

Authors and Affiliations

  • Martin Lockley
    • 1
  1. 1.GoldenUSA

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