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Wie Spuren und Fährten erhalten bleiben können

  • Martin Lockley

Zusammenfassung

Wie konnten Fährten über hundertmillionen Jahre hinweg seit dem Zeitpunkt ihres Entstehens erhalten bleiben? Dies ist eine beliebte Frage vieler Laien, vor deren Beantwortung sich die Fachleute auch genauso gerne drücken wollen. Die lapidare Antwort, die Schicht, welche die Fährte enthalte, sei innerhalb geologischer Zeiten zu Fels geworden, ohne diese Spuren zu zerstören, ist insofern unzureichend, als sie die eigentlichen Verschüttungs- und Konservierungsvorgänge nicht erklärt.

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Anmerkungen zu Kapitel 3

  1. 1.
    Derartige verschiedene Bewegungsphasen innerhalb einer Fährte zu erkennen, ist sicherlich nicht einfach, vor allem bei fossilen Spuren. In einigen seltenen Fällen war dies jedoch möglich. Thulborn, R. und Wade, M. (1984): Dinosaur Trackways in the Winton Formation (Mid-Cretaceous) of Queensland. Memoir of the Queensland Museum, 21, 413–517.Google Scholar
  2. 2.
    Da eine Fährte die Bewegung eines Tieres widerspiegelt, stellt sie eher den dynamischen Kontakt zwischen Fuß und Boden als einen bloßen Sohlenabdruck dar. Einige Ichnologen haben Abgüsse toter Tiere angefertigt, um sie mit fossilen Abdrücken zu vergleichen. So fertigte beispielsweise Frank Peabody Abdrücke von Vorder- und Hinterfüssen der Brük- kenechse Tuatara (Sphenodon punctatus) an, die auf Neuseeland vorkommt, und verglich sie mit 250 Millionen Jahre alten Spuren aus der Trias. Baird, D. (1980): A Prosauropod Trackway from theNavajo Sandstone (Lowerfurassic) of Arizona. Aus Jacobs, L.L. (Hrsg.): Aspects of Vertebrate History. Flagstaff, Museum of Northern Arizona Press, 219–230. Peabody, F. (1948): Reptile and Amphibian Trackways from the Lower Triassic Moenkopi Formation of Arizona and Utah. University of California Publications Bulletin of the Department of Geological Sciences, 27 (8), 295–468.Google Scholar
  3. 3.
    Aus der Unterkreide in Colorado ist ein Iguanodortähnliches Trittsiegel mit Hautabdrük- ken bekannt. Auch aus der Oberkreide in Alberta existiert die Fußspur eines Hadrosauriers mit Hautabdrücken. Lockley, M. G. (1988): Dinosaur near Denver. Geological Society of American Centennial Fieldguide, Colorado School of Mines, Professional Contribution 12. Google Scholar
  4. 4.
    Frank Peabody beschreibt mehrere Reptilienspuren mit Haut- oder Schuppenabdrücken, die nicht zu Vertretern der Dinosaurier gehören. Peabody, F. (1948): Reptile and Amphibian Trackways from the Lower Triassic Moenkopi Formation of Arizona and Utah. Bulletin of the Department of Geological Sciences, University of California, 27, 295–468.Google Scholar
  5. 5.
    Edward Hitchcock erkannte bereits die Bedeutung der ghost prints, jedoch folgten nur wenige seinem Beispiel und untersuchten diese genauer. Hitchcock, E. (1858): Ichnology of New England. A Report on the Sandstone of the Connecticut Valley, Especially Its Fossil Footmarks. Natural Sciences of America reprint. Boston, Arno Press, 220 Seiten.Google Scholar
  6. 6.
    Obwohl dies wohl eher die Ausnahme als die Regel gewesen ist, hätten kleine Vorderfüße es einem Dinosaurier ermöglicht, mit diesen einen beträchtlichen Druck auf eine relativ kleine Fläche auszuüben. Selbst wenn die Vorderbeine mit weniger Gewicht belastet wären, hätten sie in manchen Fällen einen gleich großen oder stärkeren Druck als mit den Hinterfüßen erzeugen können. Lockley, M.G. und Conrad, K (1989): ThePaleoenvironmen- tal Context, Preservation and Paleoecological Significance of Dinosaur Tracksites in the Western U.S.A. Aus Gillette, D.D. und Lockley, M.G. (Hrsg.): Dinosaur Tracks and Traces. New York, Cambridge University Press, 121–134.Google Scholar
  7. 7.
    Dieser systematische Fehler, der den Erhalt größerer Spuren und ghost prints begünstigt, könnte evtl. erklären, warum man kleine Spuren aus dem gesamtem Dinosaurierzeitalter nur relativ selten findet. Lockley, M.G. und Conrad, K. (1989): The Paleoenvironmental Context, Preservation and Paleoecological Significance of Dinosaur Tracksites in the Western U.S.A. Google Scholar
  8. 8.
    Als Paul Olsen von der Columbia University diese Vermutung äußerte, legte er den Ichnologen nahe, diesen Aspekt zu bedenken, ehe sie zu viele neue Arten aufgrund von Spuren bestimmen. Olsen, P.E. (1980): Fossil Great Lahes of the Newark Supergroup in New Jersey. Aus Manspeizer, W. (Hrsg.): Field Studies of New Jersey Geology and Guide toField Trips. Annual Meeting, New York State Geological Association, 352–398.Google Scholar
  9. 9.
    Insbesondere Jack Horner hat den Beweis erbracht, daß Dinosaurierbabies doch nicht so selten sind, wie man früher vermutet hatte. Horner, J. und Gor man J. (1988): Digging Dinosaurs. New York, Workman.Google Scholar
  10. 10.
    Leonardi, G. (1981): Ichnological Data ort the Rarity of Young in North East Brazil Dinosaurian Populations. Anais da Academia Brasileira de Ciencias, 53, 345–346.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1993

Authors and Affiliations

  • Martin Lockley
    • 1
  1. 1.GoldenUSA

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