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Spurenmassenvorkommen

  • Martin Lockley

Zusammenfassung

Dinosaurier wirkten wie Bulldozer, die das Erdreich im Mesozoikum umwühlten. Doch wie weit dehnten sich die Flächen aus, auf denen sie ihre Spuren hinterließen? Wie schon aus den Kapiteln 10 und 12 bekannt ist, hängt dies einerseits von der Gesamtzahl der Dinosaurier ab, die über die betreffenden Stellen hinwegzogen, zum anderen ist die Qualität eines feuchten Sediments in den damaligen Lebensräumen von immenser Bedeutung. Wenn besonders günstige Faktoren zusammentreffen, können wirklich gigantische Spurenvorkommen entstehen.

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Anmerkungen zu Kapitel 13

  1. 1.
    Über Spurenmassenvorkommen wurde erstmalig in den Jahren 1988/89 ausführlich publiziert. Lockley, M.G. und Pittman, J.G. (1989): The Megatracksite Phenomenon: Implications for Paleoecology, Evolution and Stratigraphy. Journal of Vertebrate Paleontology, 9, 30A.Google Scholar
  2. 2.
    Für derartige Lebensräume wären die Küstenniederungen am Golf von Mexiko ein gutes Beispiel aus der Gegenwart.Google Scholar
  3. 3.
    Wie man aus Anhang A erkennen kann, ist Moab eine der weltweit interessantesten Fundstellen für Dinosaurierspuren. Lockley, M.G. (1991): The Moab Megatracksite: A Preli- minary Description and Discussion of Millions of Middle Jurassic Tracks in Eastern Utah. Aus Avereh, W.R. (Hrsg.): Dinosaur Quarries and Tracksites. Grand Junction Geological Society, 59–65.Google Scholar
  4. 4.
    Diese Zahl bezieht sich nur auf das Gebiet, in dem bekanntermaßer Spuren gefunden wurden. Sehr wahrscheinlich wird sich bei zukünftigen Untersuchungen herausstellen, daß das Spurenmassenvorkommen eine wesendich größere Fläche als die hier angegebenen 300 Quadratkilometer umfaßt. Lockley, M.G. und Pittman, J.G. (1989): The Megatracksite Phenomenon: Implications for Paleoecology, Evolution and Stratigraphy. Journal of Vertebrate Paleontology, 9, 30A. Lockley, M.G. (1989): Tracks and Traces: New Perspectives on Dinosaur Behavior, Ecology and Biogeography. Padian, K. und Chure, D. (Hrsg.): The Age of Dinosaurs. Paleontological Society Short Course 2, 134–145.Google Scholar
  5. 5.
    Schamotteton wird oft großtechnisch abgebaut, da er beim Ziegelbrennen und in der Porzellanindustrie Verwendung findet. Aus diesem Grund gelangt man an solchen Förderstätten leichter an spurenhaltige Schichten.Google Scholar
  6. 6.
    Der Fachausdruck «Dinosaur Freeway» tauchte zunächst in der wissenschaftlichen Literatur auf und wurde bereitwillig von der öffentlichen Presse übernommen. In Europa wurde sogar der Begriff «Dinosaurier-Autobahn» verwendet.Google Scholar
  7. Lockley, M.G. und Pittman, J.G. (1989): The Megatracksite Phenomenon: Implications for Paleoecology, Evolution and Stratigraphy. Journal of Vertebrate Paleontology, 9, 30A.Google Scholar
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  11. 7.
    John Ostrom von der Universität Yale legte exklusiv in einer Veröffendichung dar, daß entenschnabelige Ornithopoden derartige Lebensräume bevorzugten. Ostrom, J.H. (1964): A Reconsideration of the Paleoecology of Hadrosaurian Dinosaurs. American Journal of Science, 262, 975–997.Google Scholar
  12. 8.
    Pittmans Studie stellt die bei weitem verständlichste und neueste Publikation über texani- sche Fundorte dar, seit Roland T. Bird seine Arbeit vor über 50 Jahren veröffendichte. Pittman, J. (1989): Stratigraphy, Lithology, Depositional Environment and Track Type of Dinosaur Trackbearing Beds the Gulf Coastal Piain. Aus Gillette, D.D. und Lockley, M.G. (Hrsg.): Dinosaur Tracks and Traces. New York, Cambridge University Press, 135–154.Google Scholar
  13. 9.
    Die Meere der Kreidezeit überfluteten periodisch den Golf von Mexiko bis nach Colorado im Norden hinauf. Während dieser Transgressions- und Regressionsphasen entstanden auch die Glen Rose-Schichten (im Alb) und die Dakota-Gruppe (Spätes Alb bis Frühes Cenoman).Google Scholar
  14. 10.
    Diese Ideen Horners und Bakkers kursieren bereits seit geraumer Zeit. Ein Absinken des Meeresspiegels könnte das periodische Massensterben zahlreicher Organismen (nicht nur das der Dinosaurier) erklären.Google Scholar
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Copyright information

© Springer Basel AG 1993

Authors and Affiliations

  • Martin Lockley
    • 1
  1. 1.GoldenUSA

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