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Einleitung

  • Wolfgang Sachs
Chapter
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Part of the Wuppertal Paperbacks book series (WUTX)

Zusammenfassung

Früher forderten die Umweltschützer neue gesellschaftliche Tugenden. Heute rufen sie nach besseren Managementstrategien. Früher drängten sie auf mehr Demokratie und lokale Eigenständigkeit, doch jetzt liebäugeln sie mit einer globalen Machtergreifung durch Regierungen, Konzerne und die Wissenschaft. Es ist lange her, daß sie sich für kulturelle Vielfalt einsetzten, inzwischen sehen sie kaum eine andere Möglichkeit, als auf eine weltweite Rationalisierung der Lebensstile zu bauen. Tatsächlich scheinen in dem Maße, wie immer häufiger Umweltthemen auf der Tagesordnung der internationalen Politik einen wichtigen Platz einnehmen, Teile der Umweltbewegung zahmer zu werden. So hat sich in den letzten Jahren ein Diskurs über globale Umweltpolitik eingespielt, der Betrachtungen über Macht, Kultur oder Moral nicht zuläßt und statt dessen die Bestrebungen einer aufsteigenden Ökokratie verrät, die Natur (und die Menschen dazu) wohlwollender Planung zu unterwerfen. Eine Bewegung, die einst die Menschen zur Demut mahnte, hat paradoxerweise Experten hervorgebracht, die der Versuchung zum Hochmut oft nicht widerstehen können.

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© Springer Basel AG 1994

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Sachs

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