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Ausgangspunkt und Ziel der Arbeit

  • Miroslav Matousek
  • Jörg Schneider
Part of the Institut für Baustatik und Konstruktion book series (IBK, volume 140)

Zusammenfassung

Bauschäden gibt es, solange der Mensch baut. Sie werden jedoch mit steigender Komplexität der Bauwerke, Bauverfahren und Bauprozesse häufiger und schwerer. Sie deuten in jedem Fall auf einen ungenügenden Sicherheitsbegriff im Bauwesen hin. Aus dieser Erkenntnis wurden auch am Institut für Baustatik und Konstruktion der ETH Zürich (IBK) Forschungsarbeiten begonnen mit dem Ziel, einen allgemeinen, alle sicherheitsrelevanten Gebiete umfassenden Sicherheitsbegriff zu entwickeln und die notwendigen Grundlagen bereitzustellen. Die Ergebnisse erster Untersuchungen [46] bestätigen, was bei unvoreingenommener Beobachtung des Schadengeschehens bereits vermutet werden kann: Schäden sind vorwiegend auf akzeptierte Risiken, überwiegend jedoch auf eigentliche Fehler der Beteiligten zurückzuführen. Es musste deshalb zunächst abgeklärt werden, bis zu welchem Grad die einzelnen Gefahren durch die Bemessung von Bauwerksteilen und Tragwerken abgedeckt sind. Weiter war es nötig, das Akzeptieren von Risiken als ein sicherheitsrelevantes Element in die Sicherheitsbetrachtungen einzubeziehen sowie Massnahmen gegen Fehler zu entwickeln. Diese beiden Bereiche stehen gleichberechtigt neben einer ganzen Gruppe von Massnahmen zur Abwehr von Gefahren, in welcher die Tragwerksbemessung — auf die die traditionelle Sicherheitsforschung so grosses Gewicht legt — lediglich eine und nicht immer die naheliegenste und kostengünstigste Massnahme darstellt.

Copyright information

© Springer Basel AG 1983

Authors and Affiliations

  • Miroslav Matousek
  • Jörg Schneider
    • 1
  1. 1.ZürichSchweiz

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