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Das Experiment am Menschen

  • Jürg Knessl

Zusammenfassung

Experimente am Menschen können definiert werden als die Benützung einer Person durch eine andere mit dem Ziel, Wissen zu vermehren. Das neugewonnene Wissen kommt dabei unter Umständen der ersten Person nur zu einem geringen Teil zugute.1 Die Verpflichtung, das medizinische Wissen zu vermehren und zu vertiefen, kann hier leicht in Konflikt mit dem Gebot des «primum nil nocere» und den ethischen Grundsätzen des ärztlichen Handelns geraten. Die mit dem Humanexperiment aufgeworfenen ethischen Fragen sind so alt wie die Medizin selbst. Neben experimentähnlichen Situationen wie bei großen Epidemien, Hungersnöten und in Kriegen, die zu gewissen empirischen Erkenntnissen führten, trugen Beobachtungen des einzelnen Krankheitsverlaufes und der Auswirkungen der durchgeführten Behandlung zur Vermehrung des medizinischen Wissens bei. Aber auch Experimente ohne jede Heilungsabsicht sind keine Erscheinungen der Neuzeit. Im alten Persien wurden zum Tode Verurteilte den Ärzten zur Vivisektion übergeben, von Attalus III (Pergamum, 2. Jh. v. Chr.) wird durch Galen überliefert, daß er an ihnen Versuche mit Giften und Gegengiften durchführte.2

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Anmerkungen

  1. 1).
    EoB, S. 694Google Scholar
  2. 2).
    EiM, S. 257Google Scholar
  3. 3).
    EoB, S. 685Google Scholar
  4. 4).
    A.C. Celsus, a.a.O., S. 24Google Scholar
  5. 5).
    P. Schimikowski, a.a.O., S. 2Google Scholar
  6. 6).
  7. 7).
    Declaration of Helsinki, a.a.O., S. 1771Google Scholar
  8. 8).
    Ibid., eigene Übersetzung aus dem Englischen.Google Scholar
  9. 9).
    P. Schimikowski, a.a.O., S. 8Google Scholar
  10. 10).
  11. 11).
    Ibid. Kursivdruck ist durch Unterstreichung gekennzeichnet.Google Scholar
  12. 12).
    Ibid. S. 62Google Scholar
  13. 13).
    Ibid., S. 10Google Scholar
  14. 14).
    Ibid., S. 17, im Originaltext im Plural: «drohen».Google Scholar
  15. 15).
  16. 16).
    Ibid., S. 28Google Scholar
  17. 17).
  18. 18).
    Ibid., S. 29 (AMG = Arzneimittelgesetz)Google Scholar
  19. 19).
    Ibid., S. 36Google Scholar
  20. 20).
    Ibid., S. 62Google Scholar
  21. 21).
    Ibid., S. 18Google Scholar
  22. 22).
    Ibid., S. 19Google Scholar
  23. 23).
    Ibid., S. 23Google Scholar
  24. 24).
    Ibid., S. 25Google Scholar
  25. 25).
    S. Lehmann, a.a.O., S. 2249, eigene Unterstreichung.Google Scholar
  26. 26).
    Ibid., S. 2254Google Scholar
  27. 27).
    Ibid., im Originaltext: «dieses» statt «des».Google Scholar
  28. 28).
  29. 29).
    Ibid., S. 2255Google Scholar
  30. 30).
    M. Staak, a.a.O., S. 516Google Scholar
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  32. 32).
    H. Jonas, a.a.O., S. 1–31, in: EiM, S. 304Google Scholar
  33. 33).
    EiM. Ibid.Google Scholar
  34. 34).
    Ibid., S. 305, eigene Übersetzung aus dem Englischen.Google Scholar
  35. 35).
    Ibid., S. 307Google Scholar
  36. 36).
    Ibid., S. 308Google Scholar
  37. 37).
    Ibid., S. 309Google Scholar
  38. 38).
    Ibid., S. 310Google Scholar
  39. 39).
    Ibid., S. 311, eigene Übersetzung aus dem Englischen.Google Scholar
  40. 40).
  41. 41).
    Ibid., S. 312Google Scholar
  42. 42).
    Ibid., eigene Übersetzung aus dem Englischen.Google Scholar
  43. 43).
    Ibid., eigene Übersetzung aus dem Englischen.Google Scholar
  44. 44).
    J. Wunderli, K. Weisshaupt, a.a.O., S. 26Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1989

Authors and Affiliations

  • Jürg Knessl

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