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Zusammenfassung

Die Geschichte der medizinischen Ethik ist so alt wie die Medizin selbst. Vom Hippokratischen Eid spannt sich ein weiter Bogen bis zu den heutigen ethischen Richtlinien, die von den jeweiligen medizinischen Akademien herausgegeben werden.1 Diese Richtlinien können jedoch nur einen ungefähren Rahmen bieten für die Vielzahl von Situationen, bei denen eine würdige und individuell adäquate Lösung gefunden werden muß. Die vielschichtige Problematik, die primär die Frage einschließt, wer überhaupt ethische Entscheidungen zu treffen hat, und erst sekundär, wie zu entscheiden ist, kann niemals im Rahmen der vorliegenden Arbeit auch nur annähernd vollständig behandelt werden. Es wird jedoch der Versuch unternommen, anhand ausgewählter Problemkreise diejenigen Fragen anzugehen, die in den letzten Jahren besonders im Mittelpunkt des Interesses standen. Es überrascht nicht, daß es sich oft um Fragen handelt, die schon seit Jahrhunderten auf eine definitive Lösung warten. Virchows Forderung «die Moral als eine empirische Wissenschaft nach den Regeln zu entwickeln, die die allgemeine Naturwissenschaft konstituiert hat2, wird wohl nie zu realisieren sein.

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Anmerkungen

  1. Die am häufigsten zitierten Werke werden wie folgt abgekürzt: EoB = Reich, W.T.: Encyclopedia of Bioethics, New York 1978 EiM = Reiser, S.J., et al: Ethics in Medicine-Historical, Perspectives and Contemporary Concerns, Cambridge, Massachusetts 1977Google Scholar
  2. 1).
  3. 2).
    R. Virchow, a.a.O., zit. nach : H. Schipperges, a.a.O., S. 2Google Scholar
  4. 3).
    Th. Kenner, a.a.O., S. 1499Google Scholar
  5. 4).
    Ibid., S. 1502Google Scholar
  6. 5).
    E.D. Pellegrino, Toward a Reconstruction of Medical Morality, a.a.O., S. 42Google Scholar
  7. 6).
    Th. Kenner, a.a.O., S. 1502Google Scholar
  8. 7).
  9. 8).
    E.D. Pellegrino, a.a.O., S. 33Google Scholar
  10. 9).
    K. Jaspers, a.a.O., S. 9Google Scholar
  11. 10).
    Hippokrates: Epidemion, a.a.O., S. 165, vgl. auch: Die Aufgabe des Arztes, Lesebuch der Antike, a.a.O., S. 445Google Scholar
  12. 11).
  13. 12).
    J. Wunderli, K. Weisshaupt, a.a.O., S.24Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1989

Authors and Affiliations

  • Jürg Knessl

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