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Eröffnung

  • Ralf Hütter
Chapter

Zusammenfassung

Sehr geehrte Damen und Herren, auf die Luftverschmutzung, den sauren Regen, das Waldsterben und das Ozonloch wird in Schlagzeilen hingewiesen. Andere Ereignisse werden bei uns nicht so spektakulär registriert, sind aber nicht minder besorgniserregend. Dazu gehören der langsame aber stetige Anstieg des Kohlenstoffdioxid-Gehaltes der Luft, der schleichende Verlust an Pflanzen- und Tierarten, die rasche Zunahme der Erdbevölkerung und der damit verbundene Druck auf die Nahrungsmittelproduktion. Diese Entwicklungen erfüllen viele Wissenschafter mit Sorge. Was aber ist zu tun? Die Wissenschaft versucht als erstes die Veränderungen zuverlässig zu messen und die gewonnenen Daten in Relation zu setzen mit bisherigen Erfahrungswerten. Als nächstes ist die Wissenschaft aufgerufen, die Ursachen der Umweltveränderungen möglichst eindeutig zu eruieren. Denn klare Zusammenhänge stärken das Umweltbewusstsein und sind für die politische und soziale Durchsetzung von Korrektur- und insbesonders von Präventivmassnahmen geradezu unerlässlich. Doch hier begegnen wir zwei grundsätzlichen Schwierigkeiten. Einerseits kann auch die Wissenschaft nicht alle Entwicklungen mit Sicherheit voraussehen. Und andererseits gelingt es im komplexen Umweltgeschehen häufig nicht, einen Effekt eindeutig auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Vielmehr ist es das Zusammenspiel mehrerer Faktoren, welches ein Syndrom von Effekten hervorrufen kann.

Copyright information

© Springer Basel AG 1990

Authors and Affiliations

  • Ralf Hütter
    • 1
  1. 1.ETH ZürichZürichSchweiz

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