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Paragramme

  • Underwood Dudley

Zusammenfassung

Es ist das Schicksal von vielen Dingen, eine kürzere oder längere Blütezeit zu haben und dann wieder zu verschwinden. Gassenhauer, Schachprobleme, bei denen Weiß am Zug ist und man in sechs Zügen ein Matt erreichen soll, Sechstagerennen, sechsteilige Fugen oder Hula-Hoop-Reifen — alles ist vergangen, alles Schnee von gestern, obwohl es große Zeiten gegeben hat. In diesem Kapitel möchte ich eine niedere Kunstform beschreiben, das Paragramm, die dasselbe Schicksal erlitten hat. Es hat seine Ursprünge in der Gematrie und blühte nur eine derart kurze Zeit, nämlich weniger als zweihundert Jahre lang, auf einem derart begrenzten Raum, nämlich meines Wissens nach nur in Deutschland, daß es nicht nur vollständig in Vergessenheit geriet, sondern selbst während seiner Blüte nicht weit verbreitet war. Obwohl es eine kleine und bescheidene Form ist, bietet das Paragramm ein weiteres Beispiel für die vermeintliche Macht der Zahlen.

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Literatur

  1. 1.
    Tatlow, Ruth: Bach and the Riddle of the Number Alphabet, Cambridge, Cambridge University Press 1991.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1999

Authors and Affiliations

  • Underwood Dudley

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