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Springer und Flieger

  • Wolfgang Bürger

Zusammenfassung

Nach den Sommerferien kreuzte ich bei meinem morgendlichen Zehntelmarathon Samiras Schulweg. Sie rief mir schon von weitem einen «Guten Morgen» zu. «Hallo, geht’s gut?» frage ich beim Näherkommen. «Mh — ja», gab sie zur Antwort, «ich will nur keinen Gips mehr, aber der kommt heute ab.» Sie hob mir die Arme entgegen, und jetzt sah ich es erst: Ihre beiden Unterarme wären bis an die Hände eingegipst. Sie sei von der Wippe gefallen, erklärte sie mir. Zu solcher Untertreibung konnte ich nur ungläubig bemerken, da müsse sie wohl «sehr» unglücklich gefallen sein. «Ganz so war’s auch nicht», erzählte Samira ihre Geschichte: «Es war auf meiner Sommerfreizeit in Österreich. Da waren viele Kinder, und es gab einen Spielplatz mit einer Wippe. Ich stand auf der einen Seite der Wippe, und auf die andere Seite sind elf (!) Kinder draufgesprungen. Da bin ich über drei Meter hochgeflogen (das haben die anderen Kinder mir später gesagt), aber dann habe ich das Übergewicht bekommen und bin mit dem Kopf zuerst runtergekommen. Beim Aufschlag am Boden habe ich mich mit den Händen abgestützt. Das hat richtig geknackt und hinterher furchtbar weh getan. Aber der Mirko aus unserer Gruppe hat es vor mir zweimal hintereinander gemacht, deswegen habe ich mich auch getraut.»

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Copyright information

© Springer Basel AG 1998

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Bürger

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