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Schaukeln für Anfänger

  • Wolfgang Bürger

Zusammenfassung

Gewöhnlich schaukelt man im Sitzen. Um die Schaukel in Schwung zu bringen, streckt man beim Vorschwingen den ganzen Körper von Kopf bis Fuß und krümmt sich beim Rückschwingen zu einem «S» zusammen. Das scheint ganz natürlich zu sein. Schon kleine Kinder beherrschen das Strecken und Beugen des Oberkörpers und der Unterschenkel im Rhythmus der Schaukelschwingung. Doch wie kommt der Mensch darauf? Sicher ist, daß man beim Schaukeln Teil eines Regelkreises ist, sowohl Sensor (der die Abweichung des «Ist» vom «Soll» beobachtet) als auch Aktuator (der sie zu korrigieren hat). Aber wie man diese Aufgabe wahrnimmt, ist schwer zu fassen und noch schwerer zu quantifizieren. Auf irgendeine Weise empfindet man die Kraftanstrengung als angenehm, wenn man genau im Takt ist und die Schaukelschwingung antreibt. Unbehaglich ist das Gefühl, aus dem Takt zu kommen und, absichtlich oder aus Ungeschicklichkeit, die Schaukelschwingung zu dämpfen. Versuchen Sie einmal die Gegenbewegung auf der Schaukel zu machen, das heißt, krümmen Sie sich beim Vorschwingen zum «S» und strecken Sie sich beim Rückschwingen! Und dazu gleich noch eine Frage: Man versteht, daß die mechanische Arbeit, die die Muskeln beim Aufschaukeln leisten, zur Energie der Schaukelschwingung beiträgt. Man sieht ja, wie sie schneller wird. Aber wo bleibt die Energie, die die Schaukelschwingung beim absichtlichen Abschwingen verliert?

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© Springer Basel AG 1998

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Bürger

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