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Die polarographisch nachweisbaren Aktionssubstanzen

  • Alexander v. Muralt
Part of the Lehrbücher und Monographien aus dem Gebiete der Exakten Wissenschaften book series (LMW, volume 14)

Zusammenfassung

Die Analyse mit Hilfe des Polarographen (Heyrovski 1)) hat sich auf vielen Gebieten der biologischen Chemie als ein unentbehrliches Hilfsmittel erwiesen. Als Anode oder Kathode wird eine tropfende Quecksilberelektrode verwendet, die eine stark polarisierbare Elektrode mit automatisch sich erneuernder Oberfläche darstellt. Als Gegenelektrode wird bei biologischen Flüssigkeiten am besten eine indifferente Kalomelelektrode genommen, die durch eine Tonporenmembran elektrolytisch an die zu untersuchende Flüssigkeit angeschaltet wird. Oft wird aber auch der Boden des Gefäßes mit Quecksilber vollgeschüttet und elektrisch mit eingetauchtem Platindraht, der, mit Ausnahme der Spitze, in ein Glasrohr eingeschmolzen ist, abgeleitet («Bodenquecksilber»). Wird der bei linear ansteigender, äußerer Spannung zwischen beiden Elektroden fließende Strom gemessen, so zeigt es sich, daß er je nach der chemischen Zusammensetzung der Flüssigkeit einen ganz charakteristischen Verlauf hat und «Stufen» zeigt. Die Lage der Stufe bezüglich der Spannung ist eine für jeden Stoff spezifische Größe, die Höhe der Stufe, d. h. der Stromzuwachs in der Stufe, ist ein Maß für die vorhandene Menge des Stoffes. Man kann auf diese Weise in unbekannten und bekannten Stoffgemischen sehr exakte, qualitative und quantitative Analysen in einem Arbeitsgang durchführen.

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Copyright information

© Springer Basel AG 1945

Authors and Affiliations

  • Alexander v. Muralt
    • 1
  1. 1.Universität BernDeutschland

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