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Allgemeiner Bauplan des peripheren Nervensystems

  • Alexander v. Muralt
Part of the Lehrbücher und Monographien aus dem Gebiete der Exakten Wissenschaften book series (LMW, volume 14)

Zusammenfassung

Alle Nervenfasern oder Neuriten sind hochspezialisierte Fortsätze von Nervenzellen. Die zu den Muskeln ziehenden, motorischen Nerven entspringen aus Zellen, die im Vorderhorn des Rückenmarkes liegen. Sie treten in der vorderen (ventralen) Wurzel aus dem Rückenmark heraus und laufen gebündelt zu ihren verschiedenen Erfolgsorganen. Die in der Peripherie liegenden Sinneszellen (Rezeptoren) werden von Nerven «versorgt», deren Zellen neben dem Rückenmark in den Spinalganglien liegen. Diese Fasern wachsen im embryonalen Leben von dort aus in die Peripherie, sie leiten aber während des ganzen Lebens ihre Signale in umgekehrter, zentripetaler Richtung (afferente oder sensible Nerven). Mit dem Rückenmark sind die Spinalganglien durch die hinteren (dorsalen) Wurzeln verbunden. Die Nervenzelle im Spinalganglion muß daher zwei Fortsätze entsenden, einen zentrifugalen nach der Peripherie und einen zentripetalen nach dem Rückenmark. Sie müßte daher, im Gegensatz zu den Vorder-hornzellen im Rückenmark, die nur einen zentrifugalen Neurit besitzen, bipolar sein. Bei den Fischen ist das während des ganzen Lebens, bei den höheren Wirbeltieren aber nur in der Embryonalzeit der Fall. In der späteren Entwicklung entsteht vor der Nervenzelle ein T-Stück zwischen zentripetalem, zentrifugalem und zeilverbindendem Ast, so daß die Zelle bis zur Abzweigung nur einen direkten Fortsatz entsendet (pseudounipolare Zelle). (Eine Ausnahme bilden beim Menschen die Fasern des 8.

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Literatur

  1. 1).
    Hess, W. R.: Klin. Wschr. 5, 30 (1926).Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1945

Authors and Affiliations

  • Alexander v. Muralt
    • 1
  1. 1.Universität BernDeutschland

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