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Das Modell der ruhenden Nervenfaser

  • Alexander v. Muralt
Part of the Lehrbücher und Monographien aus dem Gebiete der Exakten Wissenschaften book series (LMW, volume 14)

Zusammenfassung

Die großen Verschiedenheiten der Gesichtspunkte, Methoden und Befunde, die bis hierher unsere Betrachtungen über den Bau der Nervenfaser ergeben haben, lassen es dringend wünschbar erscheinen, eine Zusammenfassung zu geben. Die Gedanken, die als Synthese aus den vielen experimentellen Daten entstehen, sind am besten in der Form eines Modells zu vereinigen. Ich folge hierin einem Gedanken, der von Gasser 3) in sehr klarer Weise formuliert wurde; seine Fassung soll daher in freier Übersetzung an die Spitze dieses Abschnittes gesetzt werden und sie gilt auch für alle weiteren Modellbetrachtungen, die jeweils als Zusammenfassung an den Schluß der folgenden Hauptkapitel gestellt sind. Gasser sagt: «Wenn wir die Dinge genau betrachten, so setzt sich unsere Kenntnis vom Nerven aus lauter Feststellungen zusammen, die mit experimentellen Methoden gewonnen wurden, deren Ziel die messende Verfolgung der Äußerungen der Tätigkeit des Nerven waren ; das Verständnis aber für die jeweils vorherrschenden Vorstellungen über die Art und Weise, in der ein Nervtätig ist, kann nicht gewonnen werden, wenn man sich nur mit den vorliegenden Beobachtungstatsachen beschäftigt. Der Experimentator ist gezwungen, sich in seinen Gedanken Nervenmodelle zu machen, welche die bekannten Tatsachen integrieren und ihnen Bedeutung geben : und die Deutungen beruhen auch meist auf solchen Modellnerven — den einzigen Nerven, die wir wirklich verstehen.

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Copyright information

© Springer Basel AG 1945

Authors and Affiliations

  • Alexander v. Muralt
    • 1
  1. 1.Universität BernDeutschland

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