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Röntgenographische Gemischanalysen und die Röntgenographische Erkundung des Aufbaus Ganzer Systeme

  • E. Brandenberger
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Part of the Lehrbücher und Monographien aus dem Gebiete der Exakten Wissenschaften book series (LMW, volume 7)

Zusammenfassung

Mehrere der bisher für die röntgenographische Bestimmung von Kristallarten entwickelten Grundsätze erhalten ihr volles Gewicht erst oder doch vor allem, wenn entgegen der bisher stets gemachten Voraussetzung nicht homogene Systeme, sondern aus mehreren Kristallarten zusammengesetzte oder wenigstens aus verschiedenen Gliedern einer Kristallart aufgebaute, allgemein also heterogene Systeme auf ihre Konstitution zu prüfen sind. Dann erweist sich nämlich die röntgenographische Untersuchung nicht selten als einzig gangbarer Weg, um ein Material seinem Wesen nach mit hinreichender Eindeutigkeit zu kennzeichnen, nicht zuletzt weil die Aussagen einer chemischen Analyse hierzu nicht mehr ausreichen. So folgt aus dem Befund, es enthalte ein Stoff p % vom Element A und q % vom Element B, durchaus nichts Bündiges über den Aufbau dieses Stoffes. Es können, um nur einige Möglichkeiten aufzuzählen, ebenso gut ein Gemenge aus A und B, ein Mischkristall (A, B) oder eine oder mehrere intermediäre Verbindungen A m B n vorliegen. Nach dem zuvor über die größern oder kleinern Homogenitätsbereiche der Kristallarten Ausgeführten sagt auch ein irrationales Verhältnis p: q nichts gegen die Existenz einer Verbindung zwischen A und B aus, so wenig wie ein rationales Verhältnis p: q hinreichender Beweis für eine Verbindung ist. Zahlreiche, immer wieder dahin gehende Fehlschlüsse belegen dies eindrücklich genug.

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Literaturangaben

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Copyright information

© Springer Basel AG 1945

Authors and Affiliations

  • E. Brandenberger
    • 1
  1. 1.Eidg. Techn. HochschuleZürichSchweiz

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