Advertisement

Schlussbetrachtung

  • F. E. Lehmann
Part of the Reihe der experimentellen Biologie book series (LMW, volume 2)

Zusammenfassung

Die Forschungen der letzten Jahrzehnte haben uns gezeigt, dass die Wirkstoffe, die als Induktoren oder Modifikatoren in das Determinationsgeschehen eingreifen, die Formbildungsvorgänge entscheidend beeinflussen. Stoffe können darüber entscheiden, ob Gastrulaektoderm zu Haut oder komplizierten Gehirnteilen wird, ob sich Organisatorblastem zu Skelett oder zu Muskulatur entwickelt. Doch darf über diesen erstaunlichen Stoffwirkungen die Rolle des Blastems selbst nicht übersehen werden. Nur in relativ kurz dauernden, kritischen Phasen ist diese Lenkung des Determinationsgeschehens in einem Blastem möglich. Seine phasenspezifische Ansprechbarkeit auf chemische Wirkungen entwickelt sich autonom, ebenso wie die Fähigkeit, auf eine Induktionswirkung mit einer sehr komplizierten Formbildungsleistung zu antworten. Auch ist die Bildung eines Blastemfeldes nach induktiver Beeinflussung eine mehr oder weniger spezifische Leistung des lebenden Zellverbandes. Ferner ist es eine inhärente Eigenschaft bestimmter Anteile eines Blastemfeldes, in Zuordnung zu einem quantitativen Niveau eines Gefälles eine bestimmte Organanlage zu bilden. Wie ist angesichts dieser Umstände die Rolle chemischer Faktoren im Determinationsgeschehen zu bewerten?

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Basel AG 1945

Authors and Affiliations

  • F. E. Lehmann
    • 1
  1. 1.Zoophysiologie, der vergleichenden und experimentellen MorphologieUniversität BernSchweiz

Personalised recommendations