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Coaching — ein Bildungsrisiko?

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Auszug

Der Geburtsort von Coaching (vgl. KÖNIG/VOLMER 2002; LIPPMANN 2006; LOOSS 1991; RAUEN 2005) ist nicht die Theorie, sondern die Managementpraxis mit der durch die Herausforderungen der informationstechnologischen Revolution bedingten Notwendigkeit des Paradigmenwechsels organisationaler Steuerungit. Wesentliches Merkmal des neuen Paradigmas ist die Zurückdrängung bzw. Aufweichung der traditionell taylorisch-fordistisch starr segmentierten und bürokratisch reglementierten Top-down-Steuerung durch Selbststeuerung auf der Ebene des Einzelnen wie auch auf der Ebene kleiner, mittlerer und großer Organisationseinheiten in Verbindung mit Verganzheitlichung bzw. Entgrenzung (vgl. BAECKER 2003; BAETHGE /BAETHGE-KINSKY 2006; BAETHGE/SCHIERSMANN 1998; LUHMANN 2000). Diese Entwicklung lässt sich als eine organisationale Systemrationalisierung interpretieren, die den Anspruch impliziert,
  • — die — auf den Begriff der Leistung ausgerichtete — Vernünftigkeitzweckrationalen Umgangs mit Ressourcen, d.h. Geld, Information, Material, Menschen und Beziehungen, zu verbinden

  • — mit der — auf Loyalität und Commitment fokussierten — Vernünftigkeit wertrationalen Verhaltens in Gemeinschaften

  • — und mit der Vernünftigkeit eines authentischen Umgangs mit sich selbst.

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