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Sukzession und Bodenentwicklung auf Trockenen Silikathängen

  • J. Moravec
Chapter
Part of the Berichte der Internationalen Symposien der Internationalen Vereinigung für Vegetationskunde book series (TUEN, volume 11)

Zusammenfassung

Die Sukzession der Biozönosen im engeren Sinne und die Bodenentwicklung stellen einen einheitlichen, autonomen, natürlichen Prozeß dar, der durch die Lebenstätigkeit der Biozönosen verursacht wird, und dessen Ergebnis das Entstehen des Bodens aus totem Gestein ist. Ohne diese Tätigkeit von Biozönosen könnte kein Boden entstehen. Die Biozönosen und der Boden gelangen im Verlaufe des Sukzessions- und Bodenentwicklungsprozesses in eine Beziehung einer rückwirkenden Bindung, welche die Treibkraft dieses Prozesses darstellt. Diese rückwirkende Bindung zwischen der Biozönose und dem Boden äußert sich in der durch die Lebenstätigkeit der Biozönose hervorgerufene Änderung des Bodens, die für diese Biozönose ungeeignet und für diejenige des nachfolgenden Stadiums geeigneter wird. Dieser Prozeß verläuft so lange, bis ein Endstadium erreicht ist, das dem Klima des gegebenen Gebietes entspricht. Dann wird der Boden durch die Lebenstätigkeit der Schlußbiozönose nicht mehr derart geändert, daß derselbe für die gegebene Biozönose ungeeignet wird. Die Phytozönose ist der wesentlichste Teil und aktivste Bestandteil einer Biozönose während des Sukzessions- und Bodenentwicklungsprozesses als Energieakkumulator und Produzent der Biomasse.

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Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1979

Authors and Affiliations

  • J. Moravec

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