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Realität und Ideologie des Verfassungswandels im Weltkriege

  • Dieter Grosser
Chapter
Part of the Studien zur Regierungslehre und Internationalen Politik book series (SRIP, volume 1)

Zusammenfassung

Als im Juni 1914 die Absicht französischer und englischer Sozialisten bekannt wurde, die Internationale zum Widerstand gegen die Mobilmachung im Falle eines Krieges zu verpflichten, schrieb Kautsky an Haase: ‘Ich bleibe dabei, dass es unsere Pflicht ist, im Falle einer Kriegsgefahr alles aufzubieten, was wir vermögen, um einen Krieg zu verhüten, dass es aber ein verbrecherischer Unsinn wäre, wenn wir versuchen wollten, einen ausgebrochenen Krieg, den wir nicht zu verhindern vermochten, in seiner Ausführung behindern zu wollen’. Es komme darauf an, die Gegner im Ungewissen zu lassen, was die Sozialdemokratie bei Kriegsausbruch tun würde. Sie müssten fürchten, dass die Partei die Kraft habe, einen Krieg zu verhindern. Sobald die Sozialdemokratie aber die Verpflichtung eingehe, der Militärmacht im Falle eines Krieges mit den proletarischen Organisationen in den Arm zu fallen, sei der Regierung der Vorwand gegeben, mit der Partei und den Gewerkschaften aufzuräumen1.

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Anmerkungen zu Teil 2

  1. 4.
    Philipp Scheidemann, Memoiren eines Sozialdemokraten, 1928, 1, S. 245.Google Scholar
  2. 7.
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Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1970

Authors and Affiliations

  • Dieter Grosser

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