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Zusammenfassung und Ausblick

Auszug

Ziel der vorliegenden Arbeit war zu eruieren, welche Bedeutung neue Medien, insbesondere die Computer- und Internettechnologie für männliche Jugendliche haben, die einen Großteil ihrer Freizeit in geschlechtshomogenen jugendkulturellen Szenen verbringen. In Fallanalysen der Gruppen wurden die zentralen kollektiven, handlungsleitenden Orientierungen rekonstruiert, die den Umgang der jungen Männer mit neuen Medien strukturieren. Die Analysen der Medienpraxiskulturen männlicher Jugendlicher waren dabei von zwei Gesichtpunkten bestimmt: Zum einen sollte im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen die Rolle der jeweiligen jugendkulturellen Szene für das Medienhandeln der Jugendlichen ins Zentrum der Überlegungen gestellt werden. Zum anderen galt der Kategorie Geschlecht ein besonderes Augenmerk, da Medienhandeln als ein hoch vergeschlechtlichter Bereich gilt, der u. a. zur Konstruktion von Männlichkeiten genutzt wird (vgl. Abschnitt 2.2). Darüber hinaus war die Tatsache, dass der Bereich des Medienhandelns in starkem Maße von verallgemeinernden und naturalisierenden Geschlechtsstereotypisierungen bestimmt ist (‘Männer’ gehen auf die Weise, ‘Frauen’ auf jene Weise mit Medien um), ein entscheidender Beweggrund dafür, einen differenzierenden Blick auf eine Genus-Gruppe, im konkreten Fall auf diejenige der Männer, zu werfen.

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Literatur

  1. 2.
    Natürlich gibt es auch schwule Männer, die sich gegenüber anderen Männern erheben. Dabei handelt es sich allerdings nicht um „interne Relationen der Geschlechterordnung“, sondern um „die Interaktion des sozialen Geschlechts mit anderen Strukturen wie Klasse oder Rasse“ (Connell 2000a: 101), die beispielsweise dazu führen kann, dass mit einer gewissen Herablassung auf black masculinities oder auf Arbeiterschichtsmännlichkeiten geblickt wird. In Zusammenhang mit meiner Argumentation interessieren allerdings — weitere soziale Kategorien wie Klasse oder Rasse außer Acht lassend — primär „Geschlechterbeziehungen von Dominanz und Unterordnung zwischen Gruppen von Männern“ (ebd.: 99; Herv. i. O.).Google Scholar
  2. 4.
    Ich möchte allerdings betonen, dass trotz der Abstützung und Einordnung der Ergebnisse auf der Basis theoretischer Männlichkeitskonzeptionen (Connell, Meuser, Böhnisch) die Ergebnisse empirisch generiert und nicht theoretisch induziert sind (vgl. Schäffer 2003: 172).Google Scholar

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