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Schaurige Mathematik

Auszug

Der letzte Seitensprung, zu dem wir unsere geneigten Leser verleiten wollen, entbehrt jeder lyrischen Kategorie. Unter spöttischem Trommelwirbel wird da die Gattung des Schauerromans (in Fortsetzungen) mit der Erzähltechnik der Detektivgeschichte vermengt, um die ungewöhnliche Verpackung für eine veritable Mathematik des Schreckens zu erzeugen. Die Memoiren des Mathematikers Moriarty äffen einerseits die schwarze Romantik eines Stoker, den detektivischen Duktus Conan Doyles und den szientistischen Mystizismus Umberto Ecos nach, ohne jedoch die schwankende Trennlinie zwischen Ernst und Farce dem Erzählstrom oder den wie Treibgut auftauchenden mathematischen Formeln eindeutig zuzuweisen. Der Leser sei im Vorhinein gewarnt. Er hat es hier mit einer schamlosen Parodie zu tun.

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Anmerkungen

  1. 76.
    Sämtliche Varianten und Lesarten des Gnostischen Anagramms sowie das von Moriarty als Antwort darauf gegebene okkulte Natas-Palindrom (mit Ausnahme des Anagramms, wonach Ataman Satana eine verrückte, traurige Fledermaus ist) verdanke ich den unvergleichlichen Tüfteleien von Helmut Kracke aus H. Kracke: Mathe-Musische Knobelisken: Tüfteleien für Tüftler und Laien, Bonn, Dümmler (1982).Google Scholar

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