Digitale Verknüpfungs- und Speicherschaltungen

  • Erwin Böhmer
  • Dietmar Ehrhardt
  • Wolfgang Oberschelp
Chapter

Zusammenfassung

Gatterschaltungen oder Torschaltungen sind in ihrer Grundform Übertragungsglieder mit mehreren Eingängen und einem Ausgang. Je nach Betriebszustand des Gatters kann der Übertragungsweg für ein Signal vom Eingang zum Ausgang freigegeben oder gesperrt werden. Abb. 15.1 zeigt zwei Ausführungsformen mit nur 2 Eingängen. Als unabhängige Eingangssignale (Eingangsvariable) sind die eingetragenen Spannungen u1 und u2 anzusehen, als davon abhängiges Ausgangssignal (Ausgangsvariable) wird die Spannung ua betrachtet. Bei offenen Klemmen wird durch den Widerstand R im ersten Fall der Ausgang A auf Massepotential, im zweiten Fall auf ein positives Potential +UB gezogen.

Fall a (Höchstwertgatter): Werden positive Eingangsspannungen u1 und u2 angelegt, so erhalten die beiden Eingänge bzw. die Anoden der Dioden entsprechend positives Potential. Über die Diode mit dem höchsten Anodenpotential kommt es zu einem Stromfluss über den Widerstand R, die andere Diode bleibt gesperrt. Bei idealen Dioden – Flussspannung Null – folgt damit der Ausgang A immer genau dem höchsten Eingangspotential. Bei realen Dioden bleibt das Ausgangspotential um den Betrag der Flussspannung stets darunter.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2018

Authors and Affiliations

  • Erwin Böhmer
    • 1
  • Dietmar Ehrhardt
    • 1
  • Wolfgang Oberschelp
    • 2
  1. 1.Analoge SchaltungstechnikUniversität SiegenSiegenDeutschland
  2. 2.FB Elektrotechnik und angewandte NaturwissenschaftenHS GelsenkirchenGelsenkirchenDeutschland

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