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Zusammenfassung

Seit der Entdeckung des Insulins und seiner Einführung in die Behandlung des Diabetes sind nun 14 Jahre vergangen, und man kann heute sagen, daß es alles gehalten hat, was man von ihm erwarten konnte. Bei den schweren, diätetisch nicht zu beherrschenden Fällen, bei allen ernsteren Komplikationen, können wir mit Hilfe des Insulins eine lebensrettende und lebenserhaltende, ideale Substitutionstherapie durchführen. Besonders die jugendlichen Diabetiker, vor allem die Kinder mit schwerstem Diabetes, sterben nicht mehr wie früher in wenigen Monaten oder Jahren, sie können bei bestem körperlichen Wohlbefinden und bei voller geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit gehalten werden. Ein zweifelloses Wunder hormonaler Ersatztherapie. Es handelt sich dabei um so eindeutige und erdrückende Tatsachen, daß an ihnen kein Arzt mehr achtlos vorübergehen kann, will er nicht auf Schritt und Tritt schwerste Kunstfehler machen. Die Kenntnis der Indikation und Technik der Insulinbehandlung muß Allgemeingut der Ärzte werden. Es genügt aber nicht, daß der Arzt lernt, richtig mit dem Insulin umzugehen, er muß wissen, daß jeder Krankenversicherte oder von der Gemeinde versorgte Dauerinsulinpatient das Volksvermögen schwer belastet und seinerseits wieder in der Lage ist, das Leiden auf seine Nachkommenschaft weiterzugeben. Das Insulinbudget jedes Landes wird infolge der in den nächsten Generationen immer stärker zunehmenden Zahl der Diabetiker ständig anwachsen und die gesunden Mitglieder der Volksgemeinschaft immer mehr belasten.

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Copyright information

© Julius Springer in Vienna 1937

Authors and Affiliations

  • Franz Depisch
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

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