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Tagungsbericht pp 193-199 | Cite as

Das Melanom

Chirurgisches Referat
  • E. Domanig
Chapter
Part of the Achtzehnte Österreichische Ärztetagung Wien Van-Swieten-Kongreß book series (ÄRZTETAGUNG, volume 18)

Zusammenfassung

Das maligne Melanom, auch als Melanosarkom bezeichnet, ist ein relativ seltener Tumor, der nur etwas mehr als 1% der malignen Geschwülste stellt. Trotzdem ist das Melanom ebenso bekannt wie gefürchtet, weil eine kleine, völlig harmlos imponierende, häufig schon lange Jahre bestehende Bildung sich plötzlich als Ausgangspunkt einer verheerenden Überschwemmung des ganzen Körpers mit Metastasen, die rasch und unaufhaltsam zum Tod führt, erweist. Nicht selten ist der Anstoß für dieses fatale Geschehen eine Traumatisierung des Geschwülstchens, wie sie etwa beim Friseur oder bei alltäglichen Gelegenheitstraumen vorkommt oder aber — und das ist besonders tragisch — sich im Zusammenhang mit einer ärztlichen Behandlung ereignet. Die als „Muttermal“ angesehene Bildung wird verätzt, sie wird kauterisiert oder entfernt, und wenige Wochen später ist nicht nur das lokale Rezidiv, sondern auch die Metastasierung auf den Blut- und Lymphwegen unverkennbar. Sie führt immer zum Tod und häufig genug zu Haftpflichtprozessen. Dies ist die Ursache der traurigen Berühmtheit der Melanome.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1965

Authors and Affiliations

  • E. Domanig
    • 1
  1. 1.SalzburgÖsterreich

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