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Antikörper pp 17-28 | Cite as

Die hämagglutinierenden Wirkungen der Virusarten

  • R. Doerr
Chapter

Zusammenfassung

Diese unter der Bezeichnung „Hirst-Test“ zusammengefaßten Reaktionen sind dadurch charakterisiert, daß gewisse Virusarten auf rote Blutkörperchen verschiedener Tierarten agglutinierend einwirken. Die Agglutination beruht, wie das auch bei den Agglutinationen von Bakterien oder anderen Zellformen durch Immunsera der Fall ist, auf einer Bindung des agglutinierenden Agens (des Virus) an das agglutinable Substrat (die Erythrocyten), und daß die Bindung erfolgt, kann nicht nur in der üblichen Weise durch den Absorptionsversuch, sondern auch elektronenoptisch [F. Heinmets (1948)] nachgewiesen werden. Im Gegensatz zu den Immunagglutinationen wird aber beim Hirst-Test die Bindung des Virus an die roten Blutzellen spontan gelöst, und die Prüfung der dissoziierten Reaktionskomponenten ergibt insoferne ein widerspruchsvolles Resultat, als das frei gewordene Virus seine ursprüngliche hämagglutinierende Wirkung bewahrt hat, während die vom Virus befreiten Blutzellen die Fähigkeit, Virus zu binden und dadurch agglutiniert zu werden, eingebüßt haben. Nennt man die virusbindende Substanz der Erythrocyten im Sinne der serologischen Terminologie „Receptor“, so muß dieser Receptor offenbar durch den Kontakt mit dem Virus eine Veränderung erlitten haben, welche seine Affinität zu den Viruselementen auslöscht.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1949

Authors and Affiliations

  • R. Doerr
    • 1
  1. 1.BaselSchweiz

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