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Der Heuschnupfen

  • Gustav Hofer
Chapter

Zusammenfassung

Aus drei verschiedenen Erkenntnisrichtungen setzt sich unser gegenwärtiges Wissen um das als Heuschnupfen oder Heufieber bezeichnete Krankheitsbild zusammen. Die ältesten Erfahrungen sind die rein klinischen, die sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen lassen. Späterhin, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, waren es englische Aerzte, die den Saisoncharakter der Krankheit erkannten und eben diese Aerzte waren es, die die Aufmerksamkeit auf die blühenden Gräser lenkten. Mitte des 19. Jahrhunderts hat Blackley als Erster die Reaktionsfähigkeit der Haut für Pollen festgestellt; er darf also als richtiger Vorläufer der Kutanprobe genannt werden. In weiterer Folge haben deutsche und amerikanische Autoren die Frage wesentlich gefördert. Dunbar (1903) faßte die Erkrankung als Pollenintoxikation auf (Pollantin) und Weichardt und Wolff-Eisner bildeten die Theorie zur richtigen Erkenntnis der Erkrankung als Ueberempfindlichkeitsphänomen. Unsere zweite Erkenntnisquelle bildet die Lehre von der Anaphylaxie. Diese ist ja bekanntermaßen 1902 von Richet entdeckt worden bei seinen Versuchen mit Anemonen und Aktinien, deren Reinjektion den anaphylaktischen Schock auslöst, ferner Maurice Arthus mit Serum (Arthussches Phänomen) und Theobald Smith und Otto, die die Sensibilisierung als etwas Gesetzmäßiges erkannten. Die dritte Mehrerin unseres heutigen Wissens ist endlich die Lehre von der Allergie, die v. Pirquet und Schick auf Grund ihrer Versuche und Studien der Serumkrankheiten zu einem neuen Begriff erhoben.

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© Springer-Verlag Wien 1940

Authors and Affiliations

  • Gustav Hofer
    • 1
  1. 1.GrazÖsterreich

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