Advertisement

Hauterscheinungen bei allergischen Erkrankungen

Chapter

Zusammenfassung

Hauterscheinungen bilden das hervorstechendste Merkmal jener großen Gruppe von Hautleiden, die gegenwärtig durch den Namen Allergodermien bzw. Dermallergosen (E. Hoffmann) gekennzeichnet wird. Im weitesten Sinne sind diese Hauterkrankungen durch eine veränderte Reaktionsweise der allgemeinen Körperdecke (Pathergie — Rössle) bedingt. Letzterer kann wiederum ein verschiedener Entstehungsmechanismus zugrunde liegen. So spricht man von Allergie (v. Pirquet), wenn der veränderte Zustand, meistens eine Ueberempfindlichkeit, in einem Anders-(rascher und heftiger)reagieren durch Vorbehandlung mit einem bestimmten Reizstoff (Allergen, Antigen) unter Bildung spezifischer Abwehrkräfte (Antikörper) zu suchen ist. Werden dagegen in einer spezifisch sensibilisierten Haut bei einer gewissen Reaktionslage durch spezifische Antigene klinisch von den durch das Erstantigen verursachten Hautveränderungen verschiedene Allergieerscheinungen ausgelöst, so heißt man dies Parallergie (Moro und Keller). Das Auftreten von den ursprünglichen spezifisch allergischen Hauterscheinungen in jeder Hinsicht gleichenden, aber durch Antigene anderer Art in einem spezifisch allergisierten Organismus mit zur Zeit fehlenden oder nur geringen Manifestationen gilt als Metallergie. Alle übrigen Ueber- und Unterempfindlichkeitsprozesse ohne wenigstens bisher feststellbare Antigen-Antikörperreaktion werden schließlich unter der Bezeichnung nichtallergische Pathergien zusammengefaßt (Tabelle).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1940

Authors and Affiliations

  • H. Fuhs

There are no affiliations available

Personalised recommendations