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Billroth und die Chirurgie des weiblichen Genitales

  • G. A. Wagner
Chapter
Part of the Veröffentlichungen der Wiener Akademie für ärztliche Fortbildung book series (VWAF, volume 4)

Zusammenfassung

Wollen wir die Bedeutung Billroths für die Chirurgie des weiblichen Genitales bewerten, so müssen wir zunächst feststellen, daß Billroth selbst auf diesem Gebiete nichts grundlegend Neues geschaffen hat. Er hat wohl als Erster auf dem Kontinent sich für die Ovariotomie, später auch für die abdominale Myomoperation eingesetzt und kühn die damals noch als höchst gefährlich geltenden Eingriffe in Zürich und dann hier in Wien wiederholt ausgeführt. Aber die Ovariotomie war damals in England durch Spencer Wells in Hunderten von Fällen schon gemacht worden, später auch die Laparohysterotomie bei einigen Fällen von Myomen durch Koeberlé und durch Péan in Paris. Wie aber Billroth diese Errungenschaften der operativen Kunst aufgriff, wie er in bescheidenster Dankbarkeit und Anerkennung der fremden Lehrmeister durch seine verantwortungsbewußt gezügelte Kühnheit, aber noch mehr durch die Kunsts einer Publizistik ihnen das Gebiet der Wiener, der österreichischen, der gesamtdeutschen operativen Gynäkologie eroberte und erschloß, ist sein großes Verdienst. Dabei auch hier die rückhaltlose Offenheit und Wahrhaftigkeit der Mitteilung seiner eigenen Erfolge und Mißerfolge!

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1944

Authors and Affiliations

  • G. A. Wagner
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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