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Der Stand des normalen Zwerchfells

  • Karl Hitzenberger
Chapter

Zusammenfassung

Der Stand des Diaphragma wird sehr leicht und sicher durch die Röntgendurchleuchtung festgestellt. Es ist hier ebenso, wie immer, natürlich unerläßlich, daß man die Durchleuchtung nicht nur bei sagittalem, sondern auch bei frontalem Strahlengang ausführt. Bei der Beurteilung des Höhenstandes benötigt man natürlich Orientierungspunkte. (Als allgemein, für sämtliche Merkpunkte durchwegs gültig, muß vorausgeschickt werden, daß die Vergleiche bei der Röntgendurchleuchtung oder Photographie nur dann richtig sind, wenn das orthodiagraphische Prinzip eingehalten wird.) Als solche wurden von den einzelnen Autoren verschiedene mehr oder weniger fixe Punkte benützt. So orientierte Keith die Diaphragmakuppe nach dem Processus xiphoideus („xiphisternal line“) (Abb. 22). Es ist dies eine Horizontale, die durch den Übergang vom Sternum in den Processus xiphoideus gelegt wird. Diese Linie schneidet nach Wenckebach (4) die fünfte vordere Rippe. Das normale mittlere Verhältnis der Zwerchfellkuppe zur „xiphisternal line” in aufrechter Stellung der untersuchten Person und nach ruhiger Ausatmung ist in nebenstehender, der Wenckebach sehen Arbeit entnommenen Figur zu ersehen. Wenckebach gibt ferner an, daß bald herausgekommen sei, „daß auch bei normalen Menschen ziemlich große Schwankungen dieses Verhältnisses vorkommen, daß feste Punkte an der vorderen Thoraxwand nichts taugen”. Da beim Einatmen die vordere Thoraxwand in die Höhe steigt, ändert sich auch die Orientierungslinie. Ganz im selben Ausmaß gilt dieser Einwand auch gegen die Verwendung der vorderen Rippenenden als Orientierungspunkte. Es deckt die rechte Zwerchfellkuppe in aufrechter Stellung der gesunden, untersuchten Person nach ruhiger Expiration auf die fünfte Rippe auf, die linke etwas tiefer. Wenn Norris und Landis angeben, daß der Zwerchfellbogen rechts auf den vierten vorderen Interkostalraum, links auf das vordere Ende der fünften Rippe aufdecke, so scheint mir das zu hoch zu sein. Sollten die Autoren bei offener Blende gearbeitet haben ?
Abb. 22

Orthodiagramm eines 26 jährigen normalen Mannes in aufrechter Stellung. Die Horizon-tale = „xiphisternal line“ Keith (nach Wenckebach)

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© Springer-Verlag Wien 1927

Authors and Affiliations

  • Karl Hitzenberger
    • 1
  1. 1.I. Medizinischen UniversitätsklinikWienAustria

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