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Anatomie des Zwerchfells

  • Karl Hitzenberger
Chapter

Zusammenfassung

Das Zwerchfell ist eine Platte, die vom inneren Umfang der unteren Thoraxapertur entspringt und sich noch über einen großen Teil der Lendenwirbelsäule erstreckt. Es besteht aus einem Centrum tendineum und einer Pars muscularis. An letzterer unterscheidet man drei Muskelabteilungen: die Pars sternalis, costalis und lumbalis. Die Pars sternalis ist der kleinste Teil; er wird durch zwei symmetrische Muskelzacken dargestellt, welche an der Hinterfläche des Processus xiphoides und manchmal auch von der Scheide des Musculus rectus abdominis entspringen. Die Pars costalis bekommt ihre Bündel hauptsächlich von der seitlichen Thoraxfläche; sie entspringen von der 12. bis zur 7. Rippe. Von der 7. bis zur 9. Rippe stehen die Fleischzacken nur mit den Rippenknorpeln in Verbindung. Von der 10. Rippe an aber haften die Muskeln an Sehnenbrücken, welche je zwei Rippen miteinander verbinden (Toldt). Das Sternum erreichen sie nicht. Die vorderen Muskelbündel gehen in beinahe horizontaler Richtung so wie die Pars sternalis, die rückwärtigen in steilem Verlauf ähnlich der Pars lumbalis. Dieser Teil des Zwerchfells ist der weitaus kräftigste. Er besteht aus paarigen Muskelbündeln zu beiden Seiten der Wirbelsäule; diese werden die Zwerchfellschenkel (Crura diaphragmatis) genannt. Das Crus mediale ist das stärkste; es entspringt sehnig an der Vorderfläche des 2., 3. oder 4. Lendenwirbelkörpers, rechts gewöhnlich um einen Wirbel tiefer herabreichend. Beide Crura medialia sind in der Tiefe durch einen Sehnenbogen miteinander verbunden und bilden so den Hiatus aorticus (Aortenschlitz). Zu beiden Seiten schließt sich das Crus intermedium an, das als zarter Muskelkopf von der Seitenfläche des 2. Lendenwirbels entspringt. Noch weiter seitlich befinden sich die Crura lateralia. Diese nehmen ihren Ursprung an einem Sehnenbogen der vom 2. Lendenwirbelkörper zum Processus costarius desselben und von hier zur 12. Rippe zieht. Dieser Sehnenbogen hat den Namen Arcus lumbo-costalis (Halleri).

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1927

Authors and Affiliations

  • Karl Hitzenberger
    • 1
  1. 1.I. Medizinischen UniversitätsklinikWienAustria

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