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Chemische Reizproben

  • Adolf F. Hecht
Chapter
Part of the Abhandlungen aus dem Gesamtgebiet der Medizin book series (AGM, volume 11)

Zusammenfassung

Im Anschluß an die von v. Gröer (5) inaugurierten und gemeinsam mit Hecht ausgebauten „pharmakodynamische Untersuchungen an der lebenden Haut“ haben Hecht (6) und Wagner an gesunden Kindern die Frage studiert, wie die Haut auf Kationen und Anionen, H- und OH-Ionen, Kristalloide und Kolloide reagiert. Wir injizierten im allgemeinen einen Teilstrich einer der physiologischen Kochsalzlösung isotonen und gleichzeitig möglichst neutral reagierenden Lösung intrakutan. Kontralateral genau an symmetrischen Körperstellen wurde dann die gleiche Menge physiologischer Kochsalzlösung zur Kontrolle intrakutan eingespritzt. Hiebei kamen wir zu folgenden Resultaten: Unter den Alkalien kommt dem K weitaus die stärkste Reizwirkung zu, NH4 ist in seiner Wirkung auf die Haut ausgesprochen bland, wiewohl es in vitro Hämolyse macht. Die Erdalkalien reizen im allgemeinen viel stärker als die Alkalien, mit Ausnahme des Magnesiums, das in seiner Wirkung den Alkalien nahesteht. CaCl2 erzeugt in isotonischer Lösung einen mächtigen. Reaktionshof, der etwa eine Stunde bestehen bleibt; im Zentrum schießt eine blasse, infolge Blutung ins Gewebe livid verfärbte Quaddel auf. Dem Kalzium kommt nur eine geringe nekrotisierende Wirkung zu, dem Baryum jedoch eine sehr intensive, ebenso allen Schwermetallsalzen, mit Ausnahme des Mangans.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1925

Authors and Affiliations

  • Adolf F. Hecht
    • 1
  1. 1.Universität WienÖsterreich

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