Advertisement

Eine neue Behandlung der Übergewichtigkeit — Ernährung als Therapie

  • H. Humplik
Chapter
Part of the Dreiundzwanzigste Österreichische Ärztetagung Wien book series (ÄRZTETAGUNG, volume 23)

Zusammenfassung

Eine Kalorie ist bekanntlich die Wärmemenge, die benötigt wird, um 1 Liter steriles Wasser von 14,5 auf 15,5°C zu erwärmen. Um ein Ei im Kalorimeter zu veraschen, werden 80 Wärmeeinheiten benötigt, um eine mittelgroße Orange zu verbrennen 110, um 100 g Öl zu veraschen, werden etwas über 900 Kalorien gebraucht. Es wird somit der Nährwert der diversen Nahrungsmittel gleichgesetzt den Wärmeeinheiten (d. h. den Kalorien), die benötigt werden, um diese Nahrungsmittel im Kalorimeter zu veraschen. Diese Gleichsetzung Wärmeeinheit mit Nährwertseinheit ist unrichtig. Und solange man am kalorischen Denken festhält, ist man bezüglich der Ernährung auf dem falschen Weg und die Dauererfolge bei der Behandlung der Übergewichtigkeit werden beschämend gering sein. Denn der Organismus ist kein Kalorimeter und die in diesem Apparat festgestellten Wärmeeinheiten werden vom Organismus nicht als Energieeinheiten gewertet.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Sohneider, M.: In. Einführung in die Physiologie des Menschen. (1964), S. 1. Berlin-GöttingenHeidelberg: Springer.Google Scholar
  2. 2.
    Müller, A. E.: In: LandoisRosemann: Lehrbuch der Physiologie des Menschen. II (1962), S. 521. München-Berlin: Urban & Schwarzenberg.Google Scholar
  3. 3.
    Documenta Geigy. 6. Aufl. Basel 1960.Google Scholar
  4. 4.
    Kreienberg, W. und Harth, O.: In: Landois-Rosemann. I (1960), S. 235. München-Berlin: Urban & Schwarzenberg.Google Scholar
  5. 5.
    Bucher, O.: Histologie und mikroskopische Anatomie des Menschen. 6. Aufl. (1968), S. 368–370. Bern und Stuttgart: Medizinischer Verlag Hans Huber.Google Scholar
  6. 6.
    Wilson, T. H.: Intestinal Absorption. Philadelphia: Saunders. 1962.Google Scholar
  7. 7.
    Watzka, M.: Kurzlehrbuch der Histologie und mikroskopischen Anatomie des Menschen. 4. Aufl. (1969), S. 165 bis 167. Stuttgart-New York: F. K. Schattauer-Verlag.Google Scholar
  8. 8.
    Huber, E. G.: Mschr. Kinderhk., Bd. 113 (1965), S. 222 bis 225.Google Scholar
  9. 9.
    Irsigler, K.: Österr. Ärzteztg., Jg. 24 (1969), S. 970–984.Google Scholar
  10. 10.
    Deutsch, E.: Wien. klirr. Wschr., Jg. 77 (1965), S. 335.Google Scholar
  11. 11.
    Humplik, H.: Munch. med. Wschr., Jg. 106 (1964), S. 1183–1186.Google Scholar
  12. 12.
    Derselbe: Wien. klirr. Wschr., Jg. 77 (1965), S. 335.Google Scholar
  13. 13.
    Derselbe: Wien. klin. Wschr., Jg. 78 (1966), S. 377–382.Google Scholar
  14. 14.
    Derselbe: Wien. klirr. Wschr., Jg. 78 (1966), S. 565–566.Google Scholar
  15. 15.
    Derselbe: Wien. Min. klirr Wschr., Jg. 80 (1968), S. 234–235.Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1970

Authors and Affiliations

  • H. Humplik
    • 1
  1. 1.WienÖsterreich

Personalised recommendations