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Über die Indikation der Hämodialyse bei Niereninsuffizienz während der Schwangerschaft

  • R. Kotzaurek
Chapter
Part of the Dreiundzwanzigste Österreichische Ärztetagung Wien book series (ÄRZTETAGUNG, volume 23)

Zusammenfassung

Bei dem Studium der reichlichen Literatur über die Behandlung des Nierenversagens während und nach der Gravidität ist die ausgeprägte Senkung der erschreckend hohen Todesraten von rund 74% auf 8 bis 32% seit Einführung der Dialysebehandlung in die Klinik besonders hervorzuheben. Dieser Erfolg ist aber zum Teil auch auf die Verbesserung der prophylaktischen und konservativ therapeutischen Maßnahmen zurückzuführen. Selbst Friedberg2 geht auf die Dialysebehandlung im Abschnitt: Die Nephropathien in der Schwangerschaft (im Handbuch der inneren Medizin, 1968), nur kursorisch ein, so als wäre sie bereits zur Selbstverständlichkeit geworden und man müßte sie nur beherrschen sowie sich an die bekannten Indikationen bei Nierenversagen halten. Diesen Eindruck gewinnt man auch von der ausgezeichneten Tibersichtsarbeit von Smith, Browne, Shackman und Wrong14. Doch sind gerade in letzter Zeit Einzelberichte über die erfolgreiche unkonventionelle Anwendung dieser Behandlungsmethode erschienen, auf die später eingegangen wird und die es erforderlich machen, das Indikationsgebiet der Dialysebehandlung bei Nierenversagen während der Schwangerschaft neu abzugrenzen. Obwohl die Peritonealdialyse in einzelnen Zentren auf gute Erfolge in diesem Zusammenhang zurückblicken kann, ist der Hämodialyse doch der Vorzug zu geben. Auf sie allein wird in den folgenden Abschnitten eingegangen werden. Trotz der in den vorausgegangenen Referaten eingehend besprochenen pathophysiologischen Möglichkeiten der Niereninsuffizienz während der Gravidität kann auf eine kurze Wiederholung hier nicht verzichtet werden. Diesen Erläuterungen soll ein Diagramm von Smith und Mitarbeiter zur besseren Übersicht an die Spitze gestellt werden (Abb. 1).

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1970

Authors and Affiliations

  • R. Kotzaurek
    • 1
  1. 1.I. Medizinische UniversitätsklinikWienÖsterreich

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