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Pharmakologische Grundlagen der Behandlung von Störungen des Wasser-und Elektrolythaushaltes

  • F. Brücke
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 13)

Zusammenfassung

Bei sehr hoher Umgebungstemperatur bzw. bei starkem Schwitzen wird die Haut zum wichtigsten Organ der Regelung des Wasser- und Elektrolythaushaltes und ebenso spielt bei erheblichen Durchfällen bzw. bei starkem Erbrechen der Magen-Darmtrakt in dieser Beziehung die Hauptrolle. Aber normalerweise sind diese beiden Organsysteme nur Hilfseinrichtungen und die ganz überwiegende Bedeutung kommt der Funktion der Nieren zu: Jede Nierenstörung muß zu schweren Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes führen. Es besteht jedoch ein Teufelskreis insofern, als auch stärkere Störungen der Konzentration von Natrium oder Kalium, welche bei primär gesunden Nieren eintreten, die Nierenfunktion höchst ungünstig beeinflussen. Primär wird in solchen Fällen wohl meist der Kreislauf durch Senkung des allgemeinen Blutdruckes, der zirkulierenden Blutmenge oder des Minutenvolumens so beeinflußt, daß eine stark verminderte Durchblutung der Glomerula und damit ein Absinken des Glomerulusfiltrates erfolgt. Eine derartige Verringerung der Filtratmenge wird natürlich auch dann eintreten, wenn durch irgend ein Exsudat in die Bowmansche Kapsel die Filterfläche verringert ist. Unter solchen Umständen kann dann noch der Austritt von Hämoglobin oder Myoglobin durch das Filter einen zusätzlichen Schaden bedeuten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1960

Authors and Affiliations

  • F. Brücke
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Universität WienÖsterreich

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