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Spermatographische Untersuchungen bei entzündlichen Erkrankungen des Zentralnervensystems

  • G. Harrer
  • W. Laubichler
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 21)

Zusammenfassung

Wenn sich Neurologen zum Thema „Fertilitätsstörungen beim Mann“ zum Wort melden, so bedarf dies wohl einer näheren Begründung, da die Beschäftigung mit diesem Problem üblicherweise nicht zum Tätigkeitsbereich des Nervenarztes gehört. Den unmittelbaren Anstoß, Spermatogramme nach entzündlichen Erkrankungen des ZNS anzufertigen, haben wir durch die Beobachtung eines Patienten mit einem Heerfordt-Syndrom, d. h. einer neurologischen Manifestation des Morbus Besnier-Boeck-Schaumann, erhalten; bei diesem Patienten hatte die Erkrankung unter anderem zu schweren diencephalen Störungen, wie beispielsweise zu einem Diabetes insipidus, geführt. Anfänglich bestand eine Impotentia coeundi, die sich nach einigen Monaten besserte; eine spätere Ehe blieb infolge einer hochgradigen, therapieresistenten Oligospermie kinderlos. Als einige Jahre später ein zweiter Fall mit einem Heerfordt-Syndrom wieder eine Oligospermie bot3 und schließlich auch bei Encephalitiden anderer Genese ein abnormes Spermatogramm erhoben werden konnte, schien es wert, die spermatographischen Untersuchungen fortzusetzen und auch auf andere Erkrankungen des ZNS auszudehnen.. Im Schrifttum finden sich derartige Untersuchungen nur sehr spärlich6.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1968

Authors and Affiliations

  • G. Harrer
    • 1
  • W. Laubichler
    • 1
  1. 1.Neurologische Abteilung der Landes-Nervenklinik SalzburgSalzburgÖsterreich

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