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Histologische Untersuchungen über „Weisse Hornhautringe“

  • Erich Hesse
Chapter

Zusammenfassung

In Ergänzung zu meiner im Jahre 1942 veröffentlichten Arbeit über „Weisse Ringe“ der Hornhaut1) möchte ich heute das Ergebnis meiner histologischen Untersuchungen mitteilen; damit hoffen wir dem Wesen und der eigentlichen Entstehungsursache der weissen Ringe einen Schritt näher zu kommen, da eine weitere Klärung dieser Fragen nur durch experimentelle und histologische Untersuchungen erwartet werden kann. Ich möchte darauf verzichten, auf das klinische Bild im einzelnen neuerlich einzugehen, da darüber bereits in meiner ersten Arbeit eingehend berichtet wurde. Auf Grund meiner 51 klinisch beobachteten Fälle glaubte ich mich der Ansicht jener Autoren anschliessen zu müssen, die ein Trauma als Ursache der weissen Hornhautringe annahmen. Dafür sprachen neben anamnestischen Angaben 1. die vorwiegende Lage der Gebilde im Lidspaltenbereich, 2. ihre Vielgestaltigkeit, 3. das häufige Vorkommen der Ringe neben anderen Narbentrübungen der Hornhaut und 4. das Ueberwiegen des männlichen Geschlechts unter den Ringträgern. Ich habe weiters die Vermutung ausgesprochen, dass als Ursache für die Entstehung der weissen Ringe umschriebene Verbrennungen der oberflächlichsten Hornhautschichten vielleicht\ durch heisse Fremdkörperchen in Frage kommen können, wie sie z. B. bei Funkenflug oder durch heissen Staub\ zustande kommen. Diese lokale Hitzeeinwirkung oder vielleicht auch eine chemische Schädigung der Bowmanschen Membran oder des Hornhautstromas könnte zu einer lokalen Gewebskoagulation führen, wobei es um den auf die Hornhaut einwirkenden Fremdkörper zu einer ringförmigen Anordnung der Koagulate kommen kann.

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© Springer-Verlag Wien 1949

Authors and Affiliations

  • Erich Hesse

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