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Eine vergleichende Untersuchung über die Infektionshäufigkeit nach Kataraktoperation in den Jahren 1936, 1941, 1946 und 1948 mit Berücksichtigung der Penicillinbehandlung

  • A. Dellaporta
  • F. Riemer
  • E. Harmuth
Chapter

Zusammenfassung

Das traurige Ereignis des Verlustes eines Auges durch eine postoperative Infektion nach Kataraktextraktion ist nach Einführung der strengen Asepsis in der Chirurgie im allgemeinen sehr selten geworden, doch ganz konnte es nicht ausgeschaltet werden. Gemeint ist hier ausschliesslich die postoperative exogene Infektion des vorderen Bulbusabschnittes durch Einwandern pathogener Keime von aussen her. Die meisten Operateure rechnen noch immer mit einer Mindestverlustziffer von etwa 1% (Meller, Rötth; zit. von Elschnigin „Die intrakapsuläre Starextraktion“ in Gr.-S. Handbuch 1932, S. 47; van Lint, Traité d’Ophthalmologie, Bd. VII, S. 654, Paris 1939). Alle Versuche, diese relativ geringen Verluste weiter zu verringern, schlugen bisher fehl. Die bakterielle Untersuchung des Bindehautsackes, das Anlegen von Kulturen, die Anwendung der Biettischen Salbe, auch drastischere Massnahmen, wie das Ueberrieseln des Bulbus unmittelbar\ vor der Operation mit 1proz. Silbernitratlösung (Elschnig), ja sogar das Betupfen des Limbus mit Dijozol (Jess) vor der Operation, vermochten diese Verlustziffer nicht zu ändern. Auch die prophylaktische Anwendung von Sulfonamiden — 2,0 g am Tage vor der Operation und je 3,0 g am Tage der Operation und am nachfolgenden Tag —, wie sie an unserer Klinik systematisch einige Jahre lang durchgeführt wurde, konnte das Auftreten postoperativer Infektionen nicht verhindern, obwohl wir den Eindruck haben, dass bei diesen Fällen die Infektion leichter mit der üblichen Behandlung (Milchinjektionen, Cylotropininjektionen, Sulfonamiden) zu beherrschen war.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1949

Authors and Affiliations

  • A. Dellaporta
  • F. Riemer
  • E. Harmuth

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