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Einige Beiträge zum Binocularsehen Schielender

  • F. A. Hamburger
Chapter

Zusammenfassung

Unter Binocularsehen wird im ophthalmologischen Sprachgebrauch vielfach nur das beidäugige Sehen des Normalen verstanden, während man dem Schielenden oder dem einseitig Amblyopen das Binocularsehen abspricht. Schon v. Graefe hat aber gezeigt, daß kein Schielender nur einäugig sieht. Immer nimmt das Schielauge, wenn oft auch nur beschränkt, an dem beidäugigen Sehen teil. Man kann daher vom Binocularsehen der Schielenden sprechen, auch wenn es noch so sehr von dem des Normalen abweichen mag. Wie an anderer Stelle gezeigt werden soll, gibt es ein „normales“ Binocularsehen ebensowenig oder ebensoviel wie es einen „normalen“ Körperbau oder „normale“ Körperbewegungen gibt. So wie diese variiert auch das „normale“ Binocularsehen innerhalb weiter Grenzen, selbst bei Menschen mit optisch völlig gleichwertigen Augen. Betrachten wir das Schielen funktionell im Sinne von gestörtem Binocularsehen, dann müssen wir fließende Übergänge annehmen von den schwersten durch den Typus I und II (s. Hamburger 1. 2, 3) charakterisierten Schielformen bis zur Ausprägung dessen, was man den binocularen Sehakt des Normalen nennt.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1949

Authors and Affiliations

  • F. A. Hamburger
    • 1
  1. 1.Universitäts-AugenklinikWien. IÖsterreich

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