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Zusammenfassung

Das Verhalten von Kristallen bei Einwirkung äußerer Kräfte, also ohne Änderung des stofflichen Aufbaues, wird in dem Begriffe der Kristallphysik zusammengefaßt. Auch hier liegt, wie bei der Formausbildung bzw. dem strukturellen Bau der Kristalle, das Prinzip der Richtungsabhängigkeit, der Anisotropie, zugrunde, doch wird dieses Grundprinzip nicht bei jeder physikalischen Beanspruchung und nicht in gleichem Maße wie bei der Formausbildung deutlich. Nach dem Grade dieser Abhängigkeit von der Richtung kann man dreierlei Arten physikalischer Einwirkung unterscheiden:
  1. 1.

    Vektorielle Erscheinungen, wobei sich in dem gleichen Vektor noch Richtung und Gegenrichtung unterscheiden lassen (Härte, Pyroelektrizität, bezüglich Wachstum und Auflösung vgl. den ersten Teil).

     
  2. 2.

    Tensorielle Erscheinungen, die keine Polarität der Richtung mehr zeigen, sondern sich immer zentrosymmetrisch verhalten (alle Strahlungserscheinungen, Wärmeverhalten u. a.).

     
  3. 3.

    Skalare Erscheinungen, bei denen überhaupt jede Richtungsabhängigkeit fehlt (spez. Gewicht, spez. Wärme).

     

Literatur

  1. 1.
    Das auch hieher gehörige röntgenographische Verhalten wurde schon im ersten Teil (S. 157–202) behandelt.Google Scholar
  2. 2.
    Näheres vgl. hiezu bei Groth: Physikalische Kristallographie, Leipzig 1905; Liebiscx: Physikalische Kristallographie, Leipzig 1891; E. Schmid undGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1958

Authors and Affiliations

  • Franz Raaz
    • 1
  • Hermann Tertsch
    • 2
  1. 1.WienÖsterreich
  2. 2.WienÖsterreich

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