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Einfluß der Tauchwand und der Vorpritsche auf die Verlandung des Einlaufbeckens

  • Armin Schoklitsch
Chapter

Zusammenfassung

Wie schon gelegentlich der Besprechung der Verteilung der Geschwindigkeit im Einlaufe besonders betont wurde, haben die Tragpfeiler der Tauchwand die Wirkung, daß sie die Geschwindigkeitsverteilung im Einlaufe gleichmäßiger gestalten; ähnlich wirkten auch eine Tauchwand und ein Grobrechen. Die Einwirkung der Tauchwand und ihrer Tragpfeiler auf die Geschwindigkeitsverteilung äußert sich nun auch in der Art und Weise, wie das Geschiebe in den Einlauf einwandert und sich im Einlaufbecken verteilt. Anschaulich erläutern dies die in Abb. 66 bis 69 dargestellten Aufnahmen eigens angestellter Versuche an einem Wehr, das mit schräg vorgezogener Schwelle in der Geraden eingebaut war. Bei allen vier Aufnahmen betrug der Durchfluß 300 m3/sec und die Entnahme 110 m3/sec. Auch in diesen Aufnahmen kommt deutlich zum Ausdruck, daß die Tauchwand mit ihren Pfeilern die Geschwindigkeitsverteilung im Einlaufe ausgleicht. In allen Abbildungen ist der Weg des Geschiebes beim Einlaufe durch Pfeile kenntlich gemacht. Eine Reihe von Versuchen hat gezeigt, daß von dem eingeschleppten Geschiebe der größte Teil sich parallel zur Tauchwand fortbewegt. Fließt das überschüssige Wasser durch den Grundablaß I, so verläßt ein Teil des eingeschleppten Geschiebes im untersten Einlauffelde das Einlaufbecken wieder gegen den Grundablaß hin. Ohne Tauchwand trifft rasch fließendes Oberflächenwasser auf die untere Wand des Einlaufbeckens und leitet dort eine gegen den Werksgraben verlaufende Spiralbewegung ein, die einen Teil des Geschiebes am unteren Ende des Einlaufes am Austritte gegen den Grundablaß hindert und gegen den Werksgraben treibt; die Tauchwand verhindert die Ausbildung dieser Strömung fast vollständig. Erwähnt sei noch, daß bei den Abb. 66 bis 69 die Tauchwand vor Herstellung der Aufnahme abgehoben wurde. Weitere Versuche, bei denen flache und runde Tragpfeiler für die Tauchwand abwechselnd eingebaut wurden, ließen keine Unterschiede von Belang hinsichtlich der Geschiebebewegung ins Einlaufbecken erkennen.

Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1926

Authors and Affiliations

  • Armin Schoklitsch
    • 1
  1. 1.Deutschen Technischen HochschuleBrünnDeutschland

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