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Wasser- und Energiewirtschaft

  • Wolfgang Kollik
Chapter

Zusammenfassung

In den Ländern mit vorwiegend hydraulischen Kraftwerken ist die Anpassung der Energieerzeugung an den Bedarf besonders schwierig, weil zu den täglichen, monatlichen und jahreszeitlichen Schwankungen des Energieverbrauches noch die jederzeit möglichen Schwankungen der Energieerzeugung durch das wechselnde Wasserdargebot kommen. Der Großteil des Energiebedarfes, die Grundlast, wird in solchen Ländern durch Laufkraftwerke gedeckt, deren Erzeugung jeweils vom augenblicklichen Wasserdargebot abhängig ist und welche nur zum geringsten Teil dem Bedarf kurzfristig angepaßt werden kann. Der Ausgleich der großen jahreszeitlichen, monatlichen und täglichen Differenzen zwischen der Energieerzeugung in den Laufkraftwerken und dem jeweiligen Energiebedarf muß durch Ergänzungskraftwerke vorgenommen werden. Da bei Laufkraftwerken in einem Regeljahr das Energiedargebot im Winterhalbjahr nur 30–40% des Jahresarbeitsvermögens ausmacht, während der Verbrauch an elektrischer Energie im Winterhalbjahr erfahrungsgemäß 50–60% des Jahresverbrauches beträgt, muß die im Winter wegen der geringeren Wasserführung anfallende Fehlmenge von rund 20% des Jahresbedarfes durch kalorische oder hydraulische Speicherwerke abgedeckt werden. Ferner bringen gegenüber einem Regeljahr extrem trockene und nasse Jahre weitere große Schwankungen in der Erzeugungsmöglichkeit, deren absoluter Wert (—18% im extrem trockenen und + 12% im extrem nassen Jahr gegenüber dem Mitteljahr) um so größer wird, je mehr Wasserkräfte ausgebaut werden.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1957

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Kollik
    • 1
  1. 1.LinzÖsterreich

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