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Die Ernährung im zweiten Halbjahre

  • August Reuss
Chapter
Part of the Bücher der Ärztlichen Praxis book series (BAP, volume 13)

Zusammenfassung

Am Ende des ersten Halbjahres, also im Verlaufe des sechsten oder siebenten Lebensmonates soll man, ob es sich um ein Brustkind oder um ein Flaschenkind handelt, die Einförmigkeit der Ernährung abstellen. Man soll um diese Zeit, auch wenn das Kind bis dahin an der Brust tadellos gediehen ist und die zur Verfügung stehende Muttermilchmenge den Bedarf vollkommen zu decken imstande war, mit dem Abstillen beginnen; fällt der genannte Termin gerade in die heißesten Sommerwochen, so wird man diese freilich lieber abwarten. Die in der Milch vor-handenen Salze sind jenseits des ersten Halbjahres im allgemeinen nicht mehr ausreichend, da das von der Mutter übernommene Depot an Eisen, Kalk, Phosphor usw. allmählich erschöpft ist, der Eiweißgehalt der Frauenmilch reicht nicht mehr aus, zudem ist der Nahrungsbedarf so weit gestiegen, daß bei ausschließlich flüssiger Kost vom Werte der Gleichnahrung das Nahrungsvolumen einen Liter und mehr betragen müßte. Es ist also die Zeit gekommen, wo sich einerseits die Aufnahme von Nährstoffen und Salzen als notwendig erweist, welche weder in der Frauenmilch noch in den mit verschiedenen Zusätzen bereiteten Kuhmilchmischungen in genügender Menge enthalten sind, und andererseits eine Konzentrierung der Nahrung geboten erscheint, wie sie in der Breikost gegeben ist. Die neue Nahrung, welche im sechsten Monate eingeführt werden soll, besteht aus Milchbrei, Suppe und Gemüse.

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© Springer-Verlag Wien 1929

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  • August Reuss

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