Advertisement

Tagungsbericht pp 337-340 | Cite as

Neue Hypertoniefragen

  • H. Siedek
  • K. Klein
Chapter
Part of the Sechzehnte Österreichische Ärztetagung Wien book series (ÄRZTETAGUNG, volume 16)

Zusammenfassung

Ueber die Aetiologie der essentiellen Hypertonie wissen wir heute trotz intensivster Forschung nicht viel mehr als vor 20 Jahren. Eine Heredität kann wohl nicht bezweifelt werden; ist ein Elternteil Hypertoniker, so sind es auch 50% der Kinder, sind es beide Teile, so bekommen 70% der Kinder hohen Blutdruck. Die Nebenniere spielt eine gewisse Rolle, allerdings werden Adrenalin und Noradrenalin nicht vermehrt gebildet und ausgeschieden, und das physiologische Mineralokortikoid Aldosteron ist nicht ursächlich für die essentielle Hypertonie verantwortlich, wie man ursprünglich glaubte. So ist auch die Natriumstoffwechselstörung — es kommt bei Hypertonikern zur vermehrten Natriumausscheidung bei Belastung und zu hohem Natriumgehalt der Erythrozyten — sicher sekundärer Natur, also von der Blutdrucksteigerung abhängig und nicht ihre Ursache. Aehnliches gilt für die Plasmaverminderung und die Minutenvolumsteigerung der essentiellen Hypertoniker. Es erlangen so nervöse Regulationsstörungen und funktionelle oder anatomische Veränderungen an den Gefäßen wieder besondere Bedeutung. Volhard hat in seinem letzten Hypertoniereferat betont, daß die essentielle Hypertonie zentrogen bedingt, aber vaskulär bewirkt ist.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer Science+Business Media New York 1963

Authors and Affiliations

  • H. Siedek
    • 1
  • K. Klein
    • 1
  1. 1.I. Medizinische Abteilung des WilhelminenspitalsWien XVIÖsterreich

Personalised recommendations