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Tagungsbericht pp 287-295 | Cite as

Traumatische Veränderungen der Wirbelsäule

  • G. Salem
  • W. Wehrle
Chapter
Part of the Sechzehnte Österreichische Ärztetagung Wien book series (ÄRZTETAGUNG, volume 16)

Zusammenfassung

Aus dem großen Gebiet der Wirbelsäulenverletzungen möchten wir die Frakturen der Wirbelsäule und hier im besonderen jene ohne Rückenmarksverletzungen, herausgreifen. Während noch um die Jahrhundertwende die Diagnose Wirbelbruch praktisch gleichbedeutend war mit dem Vorliegen einer Querschnittslähmung, wissen wir heute, daß nur rund 15% der erkannten Wirbelbrüche mit Lähmungen vergesellschaftet sind. In seltenen Fällen kann es aber auch bei Kontusionen und Distorsionen der Wirbelsäule zur Rückenmarksschädigung kommen. Da also die Mehrzahl der Wirbelsäulenbrüche keine Lähmung zeigt und überdies manche Verletzte subjekiv fast beschwerdefrei sind, kommt es immer wieder vor, daß Wirbelfrakturen übersehen werden. Vor allem dann, wenn die oft nicht sehr starken Schmerzen durch andere Verletzungen überdeckt sind. So wurde in unserem Uatersuchungsgut in fast 7% die Diagnose Wirbelbruch nicht bei der ersten Untersuchung, sondern erst nach einigen Tagen gestellt. Wir fanden ferner, daß 10% der Verletzten nicht mit der Rettung, sondern mit Privatwagen, ja zum Teil sogar zu Fuß an die Klinik kamen.

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Copyright information

© Springer Science+Business Media New York 1963

Authors and Affiliations

  • G. Salem
    • 1
  • W. Wehrle
    • 1
  1. 1.II. Chirurgischen UniversitätsklinikWienÖsterreich

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