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Tagungsbericht pp 103-108 | Cite as

Schädelschußverletzungen in Friedenszeiten

  • K. Kloss
Chapter
Part of the Sechzehnte Österreichische Ärztetagung Wien book series (ÄRZTETAGUNG, volume 16)

Zusammenfassung

Eine der Sonderformen offener Hirnverletzungen, der Schädelschuß, kommt in Friedenszeiten vorwiegend nach Suizid zur Beobachtung. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich dabei um frontale, basale Durchschüsse mit angesetzter Waffe. Die Prognose einer derartigen Verletzung ist naturgemäß außerordentlich schlecht. So hat Tönnis in seinem Bericht über 4460 Schädelschußverletzungen, welche zur Versorgung noch lebend eingewiesen wurden, nur 22 derartige Fälle operieren können. Dementsprechend sind im Obduktionsgut des Instituts für Gerichtliche Medizin an der Universität Innsbruck von 39 ähnlich gelegenen Schädelschüssen bereits 32 noch vor Eintreffen eines Arztes gestorben gewesen, 7 haben zwar noch lebend ein Spital erreicht, 4 davon starben dann innerhalb von 24 Stunden an den irreparablen, in den Hirnstamm reichenden Schäden. Von den insgesamt 10 frontobasalen Schädelschüssen, die in der Zeit von 1951 bis 1960 an der Chirurgischen Universitätsklinik in Innsbruck zur Aufnahme kamen, haben 4 die Verletzung überlebt, 3 davon sind allerdings vollkommen erblindet und bei einem konnte nur ein Auge mit geschwächter Sehkraft erhalten werden.

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Copyright information

© Springer Science+Business Media New York 1963

Authors and Affiliations

  • K. Kloss
    • 1
  1. 1.Institut für Gerichtliche MedizinChirurgischen UniversitätsklinikInnsbruckÖsterreich

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