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Die klinische Bedeutung des Kaliumanstiegs im Konservenblut

  • V. Feurstein
  • H. Schroll
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 17)

Zusammenfassung

Die Verwendbarkeit von stabilisatorkonserviertem Vollblut ist begrenzt, weil der biologische Wert der festen Blutelemente stetig abnimmt. Einer der zahlreichen Faktoren, der zu diesem Abbau beiträgt, ist der Austritt von Kalium aus den Erythrozyten in das Plasma der Blutkonserve, ein Vorgang, der von Dulière 1916 erstmals beschrieben wurde. Diese Kaliumdiapedese wird als Folge einer Permeabilitäts-störung der Blutkörperchenzellmembran aufgefaßt und nicht hämolytischen Veränderungen zugeschrieben. Wie dem auch sei, es können im Plasma von Blutkonserven Kaliummengen gefunden werden, die das Mehrfache des physiologischen Spiegels betragen. Es ist deshalb nicht von der Hand zu weisen, deß nach großen Bluttransfusionen, wie sie chirurgische Eingriffe häufig erfordern, der Serumkaliumspiegel beim Empfänger so hoch ansteigt, daß unter Umständen mit ernsten Kreislaufstörungen gerechnet werden muß. Die toxischen Wirkungen höherer Kaliumkonzentrationen auf das Herz werden als bekannt vorausgesetzt. So zeigten Le Veen und Mitarbeiter 1960 im Tierversuch, deß während der Uebertragung kaliumreichen Blutes der Herzstillstand eintreten kann.

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Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1964

Authors and Affiliations

  • V. Feurstein
    • 1
  • H. Schroll
    • 1
  1. 1.Anästhesie der LandeskrankenanstaltenSalzburgÖsterreich

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