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Enzymopathien mit psychiatrischer und neurologischer Symptomatik

  • H. Reisner
Chapter
Part of the Österreichische Ärztetagung book series (ÄRZTETAGUNG, volume 24)

Zusammenfassung

Da nicht die Absicht besteht alle Enzymopathien mit nervösen Symptomen aufzuzählen oder gar zu beschreiben, werden im folgenden bloß einzelne Gruppen dieser herausgegriffen. Dabei sollen einerseits Krankheitsbilder hervorgehoben werden, die infolge ihrer Häufigkeit für die Praxis von Bedeutung sind und anderseits solche Erwähnung finden, bei denen die Wahrscheinlichkeit oder Möglichkeit besteht, sie entstünden auch auf Basis von Enzymdefekten. Dadurch sei die Wichtigkeit der biochemischen Forschung, insbesondere der Fermentchemie für die Aufklärung von Krankheitsbildern aus dem Fachgebiet Neurologie und Psychiatrie unterstrichen. Die nervösen Symptome stehen bei den bekannten Enzymopathien oft im Vordergrund, bisweilen überwiegen andere Symptome, manchmal fehlen sie. Bei einer großen Zahl organischer Nervenkrankheiten werden Enzymdefekte als pathogenetische Faktoren bislang bloß vermutet oder postuliert. Unter Enzymopathie sei hier in Übereinstimmung mit der Definition von Richterich eine Erkrankung verstanden, welche direkte oder indirekte Folge einer Verminderung oder Vermehrung eines bestimmten Enzyms ist. Heute sind Enzymdefekte im Hinblick auf ihre genetische Bedeutung bei organischen Nervenerkrankungen nicht mehr Raritäten und die biochemische Forschung zur Aufklärung dieser Störungen keine theoretische Spielerei mehr. Die Kenntnis von auf dieser Basis entstandenen Erkrankungen nimmt ständig zu und die biochemische Forschung gewinnt hiefür zunehmend an praktischer Bedeutung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1971

Authors and Affiliations

  • H. Reisner
    • 1
  1. 1.UniversitätsNervenklinikGrazÖsterreich

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